Wer aufmerksam die Odyssee liest, spürt die große Distanz von Raum und Zeit zu ihrem Text. Dennoch taucht allmählich das Gefühl auf, dass das Gedicht, während es reist, kommt und geht, sich nähert und entfernt, manchmal mit Mitgefühl und manchmal mit Ironie lächelt.
Das wichtigste Übersetzungsproblem in diesem Fall hat mit der Reform des ursprünglichen Rhythmus zu tun, der sowohl konstant als auch wechselnd ist. Die Konstanz wird durch die Kontinuität der epischen Erzählung auferlegt, die vom ersten bis zum letzten Vers in einem daktylischen Hexameter gemessen ist. Es ähnelt einer riesigen Schlange, die, während sie sich entrollt, niemals und nirgendwo ihre artikulatorische Form ändert.
Doch die, oft unvorhersehbaren, Manöver, die den äußeren jetzt in einen inneren Rhythmus umwandeln, während die Bewegung des erzählerischen Wortes hier langsamer wird, wird vorerst ausgesetzt. Dieser innere Rhythmus des Epos suchte nach seiner eigenen Befreiung, und so entstand der befreite Vers der Übersetzung.
Der Leser hält nun eine autonome Übersetzung in den Händen; ohne die Unterstützung des ursprünglichen Textes und der Ausgewählten, die ihrerseits autonom wurden und in einem separaten Band zirkulieren. Gleichzeitig liest er eine überarbeitete Übersetzung, irgendwo heimlich, irgendwo offensichtlicher. Er sucht, wie man so sagt, nach der endgültigen Form - ein unerreichbarer Traum, aber tröstlich und ermutigend.
[Auszug aus dem Text auf dem Rückcover der Ausgabe]
Hersteller
- Autor
- Omiros
- Verleger
- INS Idryma Manoli Triantafyllidi
- Genre
- Antike griechische Literatur
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 347
- Veröffentlichungsdatum
- -
- Veröffentlichungsdatum
- 2009
- Abmessungen
- 16x24 cm
- Sprache
- Griechisch
- ISBN-13
- 9789602311196
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