Unter einem dichten, ungepflegten Schnurrbart leuchten Zähne und sinnliche Lippen. Der Mann auf dem Gemälde, halb entblößt und lächelnd, hat sein Gesicht dem Betrachter zugewandt. Seine rechte Hand ruht auf seiner Taille, in einer Pose, die die schweren Falten eines roten Mantels zur Geltung bringt.
Die ansonsten eher gewöhnliche Gestalt des schlanken, kurzäugigen Mannes mit dem breiten Gesicht und dem verspielten Ausdruck sowie das schwarze, eng anliegende Kleid mit dem weißen Spitzenkragen erinnern an das Porträt eines fröhlichen spanischen Edelmanns oder Hofmanns des 17. Jahrhunderts. Dennoch ist der Abgebildete niemand anderes als der griechische Philosoph Demokrit, der anscheinend mit der Welt schert, deren Symbol der Globus auf dem Tisch ist.
Velázquez malte das Porträt des Demokrit um 1628/29, zu einer Zeit, als er besonderes Interesse an den Arbeiten des großen flämischen Barockmalers zeigte. Der Einfluss Rubens wird auch in einigen späteren Werken Velázquezes offensichtlich sein, wie zum Beispiel in „Mars“, dem alten Gott des Krieges, den er von 1639 bis 1641 malte.
Hersteller
- Autor
- Norbert Wolf
- Verleger
- Gnosi
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 96
- Veröffentlichungsdatum
- 11/2005
- Veröffentlichungsdatum
- 2005
- Auszeichnung
- -
- Abmessungen
- 18x23 cm
- Künstlerische Strömung
- Barock, Modernismus
- Alben
- Ja
- Themen
- Malerei - Skizze, Kino
- ISBN-13
- 9789602357194
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