Die Poesie von Kavafis, so sehr sie sich auch entschieden gegen Kategorisierungen, Regeln und Verallgemeinerungen wehrt, passt sich doch zugleich mit proteischer Flexibilität interpretatorischen Schemen und Theorien an und vertieft die Leser unaufhörlich in alte und neue Dilemmata.
Die vorliegende Studie tritt in den Dialog mit der älteren wie auch mit der aktuelleren Kavafis-Literatur und belebt die Diskussion über die Einflüsse, die die poetische Veranlagung des Alexandriners bestimmt und geformt haben.
Durch theoretische und historische Ansätze wird die Literatur des Dekadentismus, so wie sie in Frankreich geformt wird und sich in Europa verbreitet, nicht ausschließlich durch die Verehrung des Schönen oder des Krankhaften definiert, sondern behandelt dynamisch die Beziehung zur Antike und zur Geschichte.
Diese hartnäckige Auseinandersetzung mit der antiken Welt, sei es im Hinblick auf Lesepraktiken oder experimentelle Auseinandersetzungen mit dem Schreiben, beschreibt und interpretiert letztendlich eines der Gesichter der Moderne.
Und während die Rezeption des Dekadentismus im ethnografischen Griechenland des späten 19. Jahrhunderts keine besonderen Spuren hinterlässt, zeigt sich in der Poesie von Kavafis eine lebendige Beziehung zur europäischen Literatur der Zeit, aus der konstant und manchmal unvorhersehbar Themen und Motive entnommen werden, die die Bedeutung der historischen Methode in seiner poetischen Kunst neu bewerten und umdefinieren.
Hersteller
- Autor
- Martha Vasileiadi
- Verleger
- Gutenberg
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- Formulare, Themen, Muster
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 307
- Veröffentlichungsdatum
- 3/2018
- Zeitraum
- Altertum-Mittelalter
- Eigenschaft
- Künstler
- Veröffentlichungsdatum
- 2018
- Abmessungen
- 17x24 cm
- ISBN-13
- 9789600119268
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