Im Grunde genommen, wenn man mit ihr sprach, hatte man das Gefühl, dass man selbst wurde; es war, als spräche man mit sich selbst. Man wandte sich nicht an eine Nonne, deshalb sagte sie nichts, korrigierte einen nicht, was dazu führte, dass man sich sehr wohl mit ihr fühlte, so wie man sich mit sich selbst fühlt.
Die Älteste war nicht lächelnd, aber ihre Augen lächelten. Ihr Wort war immer schön, es hatte eine Anmut in sich. Man fühlte das, was die Jünger bei der Verklärung sagten: „Es ist gut, dass wir hier sind“. Wir wollten nicht von ihr weggehen. Wenn sie zur Ruhe kam, saß sie oft in der Sonne auf dem Balkon und man konnte sehen, dass sie betete. Das war deutlich in ihrem Gesicht zu sehen, das Gefühl, dass es sich um einen Menschen handelt, der mit dem Gebet „weggegangen“ ist.
Die Menschen sind tragische Wesen. Wir stolpern, suchen, wollen, leiden, fallen und mit uns die unsichtbaren Engel, mit der „Erzengel“-Ältesten Gabriela, kehren uns den Staub ab, erfrischen uns und lächeln uns an. Steht auf, sagen sie. Und wenn ihr gefallen seid, macht nichts, steht immer wieder auf. Am Ende wartet die Freude der Welt. Wir gehen, wir kommen, Christus bleibt.
Hersteller
- Autor
- Monachi Filothei
- Verleger
- Epistrofi
- Untertitel
- Nonne Gabrielia Papagianni
- Motiv
- Theologie & Dogma
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 238
- Sprache
- Griechisch
- Veröffentlichungsdatum
- 3/2018
- Veröffentlichungsdatum
- 2018
- Abmessungen
- 14x20 cm
- Taschenformat
- Nein
- ISBN-13
- 9786188345065
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