Unter Druck von seinen Gläubigern und dem Verleger Stelowski schreibt Dostojewski im Oktober 1866 innerhalb weniger Wochen den Spieler. Dieser Roman war der Anlass für die Bekanntschaft von Dostojewski mit seiner zweiten Frau, Anna Grigorjewna Snitkina, die bis zu seinem Lebensende an seiner Seite stand und die Rolle seines Schutzengels einnahm.
Der Spieler hat eine autobiografische Grundlage und beinhaltet die Erfahrungen seines Schöpfers aus der Zeit seiner zweiten Reise ins Ausland im Jahr 1863, in die deutschen Badeorte Wiesbaden und Homburg, wo Dostojewski die Welt des Roulettes und des Spiels kennenlernte und eine Zeit lang von ihr fasziniert war.
Im Gesicht des Hauptcharakters, Alexei Iwanowitsch, spiegeln sich viele der psychologischen Prüfungen wider, die Dostojewski damals durchlebte, während im Charakter von Polina die psychische Welt von Polina Suslowa, seiner damaligen Geliebten, reflektiert wird.
Gleichzeitig karikiert Dostojewski in den Figuren seiner anderen Helden auf besonders eindringliche Weise die Sitten der Westeuropäer, insbesondere der Franzosen, und den moralischen Verfall Frankreichs während der Zeit des Zweiten Kaiserreichs, während er die moralische Überlegenheit seiner, wenn auch gefallenen, russischen Helden gegenüber ihnen betont.
[Auszug aus dem Text auf dem Rückcover der Ausgabe]
Hersteller
- Autor
- Fyodor Dostoevsky
- Verleger
- Roes
- Verlage
- Ströme
- Typ
- Klassische Literatur
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 272
- Veröffentlichungsdatum
- 3/2004
- Veröffentlichungsdatum
- 2004
- Abmessungen
- 13x20 cm
- ISBN-13
- 9789602831625
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