Wahrlich, „warum nimmt das Leben hier ab und dehnt sich dort aus“? Denn das Leben hat mit der Entwicklung zu tun. Daher hat der Staat auch diese Rolle: sich um die Entwicklung zu kümmern. Folglich hat er die Pflicht, dafür zu sorgen, dass das Leben hier und dort für alle verlängert wird.
Der neu-hellenische Staat wurde seit seiner Gründung zentralistisch und interventionistisch organisiert, weil er zwangsläufig mit Kriegs- und Friedensprojekten beschäftigt sein musste. Im Laufe der Zeit entwickelte er eine überdimensionierte und ineffektive öffentliche Verwaltung, das Ergebnis von klientelistischen Beziehungen. Das Bedürfnis nach rationalem und geplantem staatlichem Handeln braucht lange, um verstanden zu werden. Und wenn es verstanden wird und damit begonnen wird, Programme für soziale und wirtschaftliche Entwicklung aufzusetzen, werden diese nicht nur nicht umgesetzt, sondern bleiben „in der Schublade“.
Der eigentümliche und umfassende Interventionismus löst - wie er es löst - auch Probleme. Es handelt sich um einen ineffektiven und anachronistischen Staatsinterventionismus. Und die Frage ist: Liegt die Lösung in der Privatisierung des öffentlichen Reichtums oder in der Entpolitisierung des Staates und somit in der rationalen Funktionsweise des öffentlichen Sektors?
Die Verpflichtung des Staates zur Entwicklung ist ein schwieriges Unterfangen, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Aber was ist Entwicklung? Jedenfalls beinhaltet der Begriff „Entwicklung“ alle Bereiche der Gesellschaft und impliziert den Übergang zu einem höheren Niveau, entsprechend dem Wertesystem und der Hierarchien jeder Gesellschaft. Es ist ein Traum und eine Realität. Der Traum kann Wirklichkeit werden und die Realität kann ein Traum sein. Das Eine existiert, weil das Andere existiert. Der Staat hat die Pflicht, dafür zu sorgen, dass der Traum der Entwicklung Wirklichkeit wird. Und wenn die Große Idee der Nation 1922 verlosch, ist die Große Idee der Entwicklung eine Angelegenheit aller, aber vor allem eine primäre Pflicht des Staates.
[Ausschnitt aus dem Text auf dem Rückcover der Ausgabe]
Hersteller
- Autor
- Paylos F. Marantos
- Verleger
- Patakis
- Anzahl der Seiten
- 307
- Veröffentlichungsdatum
- 7/2003
- Veröffentlichungsdatum
- 2003
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- ISBN-13
- 9789601608181
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