Es hängt davon ab, von welchem der beiden Amerikas wir sprechen. Die Vergangenheit hat uns so geformt, dass wir in unseren Beziehungen zur äußeren Welt tolerant oder puritanisch, großzügig oder egoistisch, bodenständig oder romantisch, mit Interesse für den Menschen oder mit moralischen Ideologien des rächenden Engels „Gesandten“ Gottes, des von Gott ernannten Missionars sein können.
Amerika befindet sich jetzt an dem historischen Punkt, an dem eine große Nation das Bewusstsein dafür zu verlieren droht, was genau innerhalb ihrer Macht esfera liegt und was außerhalb davon. Macht tendiert dazu, mit Tugend identifiziert zu werden, und eine große Nation ist besonders anfällig für die Idee, dass ihre Macht ein Zeichen göttlicher Gnade ist, das sie mit einer besonderen Verantwortung für das Schicksal anderer Nationen belastet, dafür, wie sie sie reicher, glücklicher und weiser macht, also wie sie sie „nach ihrem eigenen glänzenden Bild und Gleichnis umgestaltet“.
Macht vermischt sich mit Tugend und wird tendenziell als fähig für alles angesehen. In dem Moment, in dem eine große Nation mit der Idee der „Mission“ durchdrungen ist, nimmt sie leicht an, dass sie die Mittel und die Pflicht hat, das Werk Gottes zu vollbringen.
(J. W. Fullbright)
[Auszug aus dem Text auf der Rückseite der Ausgabe]
Hersteller
- Verleger
- Poiotita
- Untertitel
- Ideologische Strömungen
- Anzahl der Seiten
- 260
- Veröffentlichungsdatum
- -
- Veröffentlichungsdatum
- 2000
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Geopolitische Region
- USA
- ISBN-13
- 9789607803153
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