Mit dem Namen des AristaeNetus wird uns eine Sammlung von 50 fiktiven Briefen überliefert, die verführerische Liebesgeschichten enthalten. Ein uns unbekannter griechischsprachiger Gelehrter der Spätantike, nahe dem Zwielicht der antiken Welt, als das Christentum bereits etabliert ist, verfasst epistolare Literatur, die einer alten Manier und Sprache folgt, mit dem thematischen Schwerpunkt der Liebe; und zwar in einer Vielzahl von Ausprägungen, die sich überwiegend im Bereich von außerehelichen und monogamen Beziehungen bewegen.
Er behandelt also einen der harten Kerne, die ideologisch die griechische Welt von der des Christentums unterscheiden. In einer Zeit, in der Religion zu einem entscheidenden Faktor für die Bildung von Identität wird, kehrt AristaeNetus, kühn und freizügig, zur griechischen Vergangenheit zurück; er stellt die Liebe als den großen Herrscher des menschlichen Lebens dar.
Er schließt jedoch die „kindliche“ und die allgemein homosexuelle Liebe aus seiner Fiktion aus – auf einer zweiten Ebene der Lesart deutet er jedoch ständig darauf hin. Seine Briefe sind ein Zeugnis für die literarische Ästhetik und die erotische Moral der späten Antike; einer Epoche, die entscheidend für die Bildung der westlichen Sexualität war.
Das vorliegende Buch stellt die erste kommentierte Ausgabe der Briefe des AristaeNetus in der griechischen Bibliographie dar.
Hersteller
- Autor
- Aristainetos
- Verleger
- Gutenberg
- Genre
- Antike griechische Literatur
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 403
- Veröffentlichungsdatum
- 7/2018
- Veröffentlichungsdatum
- 2018
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Sprache
- Griechisch
- ISBN-13
- 9789600119664
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