In den letzten zehn Jahren haben die Wissenschaften der Komplexität und des Chaos sowie neue Theorien in der Biologie nicht nur unsere Sichtweise auf natürliche Phänomene umgestürzt, sondern auch unsere Wahrnehmung von Organisation und Management von Unternehmen. Während die newtonsche Vorstellung von Natur uns die Idee von Ordnung, Stabilität und Vorhersagbarkeit vermittelt, enthüllen uns Chaostheorien, dass Ordnung neben Unordnung existiert, Stabilität neben Instabilität und Vorhersagbarkeit neben Unsicherheit. Was bedeutet das alles für die Art und Weise, wie Unternehmen geführt werden? Eine Menge. Wir werden nicht in der Lage sein, innovatives Verhalten von Einzelpersonen in einem Unternehmen zu fördern, wenn wir das Unternehmen nicht als offenes selbstorganisierendes System verstehen, innerhalb dessen Einzelpersonen Initiativen ergreifen und ihre Kreativität auf relativ unvorhersehbare Weise entwickeln. Chaostheorien helfen uns besser zu verstehen, warum Unternehmen oft defensive Verhaltensweisen entwickeln und Veränderungen widerstehen, wodurch ihre Anpassungsfähigkeit in einer sich ständig verändernden Umgebung verringert wird. Sie laden uns auch ein, Unsicherheit aus einer anderen Perspektive zu betrachten: nicht als etwas zu vermeidendes, sondern als eine notwendige anthropologische Bedingung für das Entstehen des Neuen. Die Quantentheorie betont die unvermeidliche Beteiligung des Beobachters an mikroatomaren Phänomenen und analog dazu den kontinuierlichen Einfluss des Beobachters auf die sozialen Phänomene, an denen er beteiligt ist. Governance ist eine notwendigerweise partizipative Annahme. Die Theorie der Selbstorganisation in der Physik betont die spontane Organisation von Systemen, die in Energieaustausch mit ihrer Umgebung stehen und analog dazu beleuchtet, wie die Produktion und Verbreitung von Informationen in einem sozialen System ebenfalls zu dessen Reorganisation beitragen. Die Rolle eines Führers in einem geschlossenen System ist relativ einfach: vorherzusagen, zu planen und Anweisungen zu geben. Die Rolle eines Führers in einem offenen System ist viel komplexer, weil sie indirekter ist: zu inspirieren, zu überzeugen, ein Katalysator für Veränderungen zu sein, den Rahmen zu schaffen, innerhalb dessen Selbstorganisation und Kreativität der Mitarbeiter entstehen.
Hersteller
Spezifikationen
- Autor
- Margaret J. Wheatley
- Verleger
- Ekdoseis Kastanioti
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- Die neue wissenschaftliche Unternehmensführung
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 256
- Veröffentlichungsdatum
- 2003
- Abmessungen
- 17x24 cm
- ISBN-13
- 9789600335149
Buchart
- Vielfalt, Gerechtigkeit & Inklusion (DEI)
- Nein
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