Unter der Voraussetzung, dass der jüngere Autor oder Künstler bereit ist, sich erinnernd in die Welt der Toten zu vertiefen, um liebgewonnene Stimmen und Schatten zu erkennen, während er mit ihnen spricht. Das ist schließlich das, was Nekyia bedeutet - ein späterer Begriff, abgeleitet von dem homerischen Wort nekys, das Toter bedeutet.
Mit dieser merkwürdigen Bezeichnung, die für unsere Ohren ungewöhnlich ist, haben die alexandrinischen Philologen die elfte Rhapsodie treffend überschrieben, was den Inhalt und die Inszenierung davon andeutet. Denn, wie Fanis Kakridis korrekt bemerkt, „Nekyia ist das Heraufbeschwören, ein ritueller Akt, bei dem die Lebenden die Toten aus den Tiefen des Hades herbeirufen, um sie über die Zukunft zu beraten“. Ähnlich äußert sich auch Chronis Botsoglou.
Die Toten, ihre Seelen und ihre Schatten werden in der vierundzwanzigsten Rhapsodie als Idole der Verstorbenen bezeichnet. Ein Idol ist allgemein das Abbild; hier das Bild eines Körpers, der erschöpft und ermüdet ist. Denn schaffen bedeutet: mich anstrengen, mich quälen, etwas Schwieriges zu machen. Und diese erschöpfende Mühe kann gelegentlich das vollendete Leben sein, das, indem es die Ausdauer des Gesangs testet, es auflöst. Übrig bleibt künftig der Schatten, das Abbild davon. Als Nostalgie des einst lebendigen Körpers.
[Auszug aus dem Text auf dem Rückcover der Ausgabe]
Hersteller
- Autoren
- CHronis Mpotsoglou, Dimitris N. Maronitis, Agelos Delivorrias, CHristos G. Lazos, Martha - Elli CHristofoglou
- Verleger
- Metaichmio
- Sprache
- Griechisch
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 152
- Veröffentlichungsdatum
- 12/2002
- Tastaturen
- Biografie
- Eigenschaft
- Künstler
- Veröffentlichungsdatum
- 2002
- Abmessungen
- 21x27 cm
- ISBN-13
- 9789603754718
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