Der Doktor Faustus, das Hauptwerk von Thomas Mann, erzählt das Leben des Komponisten Adrian Leverkühn. Der Roman entfaltet sich auf drei Ebenen: die Geschichte eines genialen Musikers, der an Syphilis leidet (er ist genial, weil er krank ist?); eine symbolische Darstellung des nationalsozialistischen Deutschlands (die Krankheit ist der Hitlerismus); eine Beschreibung des Alltagslebens in München, als die Alliierten die Stadt bombardieren und der Nationalsozialismus zusammenbricht (Verbrechen und Strafe).
Hat Leverkühn einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, der ihm das Geschenk der Genialität im Austausch gegen seine Gesundheit und seine Seele gibt, ähnlich wie Faust in der volkstümlichen deutschen Tradition, oder schreibt Leverkühn einfach seine eigene Anziehung zum Bösen dem Teufel zu? Der Dialog mit dem Teufel, der Dostojewski erinnert, folgt in großem Maße der volkstümlichen Broschüre "Geschichte des berüchtigten Magiers und Nekromanten Faustus".
Gleichzeitig verleiht Mann Leverkühn viele Elemente aus der Persönlichkeit Nietzsches (dessen Krankheit sich auf ähnliche Weise entwickelte), während er bei der Beschreibung der musikalischen Kompositionen seines Helden von der Theorie und dem Werk Arnold Schönbergs inspiriert wird.
Hersteller
- Autor
- Thomas Mann
- Verleger
- Polis
- Ursprünglicher Titel
- Doktor Faustus. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn erzählt von einem Freunde
- Verlage
- Stadt
- Typ
- Prosa
- Untertitel
- Das Leben des deutschen Komponisten Adrian Leverkyn, erzählt von einem Freund
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 720
- Veröffentlichungsdatum
- 11/2002
- Veröffentlichungsdatum
- 2002
- Abmessungen
- 15x23 cm
- ISBN-13
- 9789608132566
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