Die vier Reden, die im zweiten Band des öffentlichen rhetorischen Werkes von Demosthenes der Reihe "Antike Autoren" des Verlags "Zitros" enthalten sind, gehören zur Zeit des "offiziellen Friedens" (346-340) und spiegeln intensive politische Umwälzungen sowie die Entwicklung der politischen Persönlichkeit des Redners wider.
In der Rede Über den Frieden verteidigt Demosthenes die Aufrechterhaltung des Philokrates-Vertrags, da dessen Aufhebung zu diesem Zeitpunkt unvorteilhaft und politisch gefährlich für die Stadt ist. Er zeigt Reife, indem er eine für die Situation realistische Politik verteidigt und fordert seine Mitbürger auf, mit Gelassenheit eine ungünstige Situation zu bewältigen, während er gleichzeitig sicher ist, dass das endgültige Aufeinandertreffen der beiden Gegner lediglich aufgeschoben wird.
Der zweite Philippische Rede markiert die zweite Gruppe der anti-philippischen Reden von Demosthenes. Hier entwickelt der Redner, obwohl er von spezifischen Vorwürfen Philipps gegen die Athener ausgeht, zwei grundlegende politische Achsen: Er enthüllt die Pläne und Motive der immer bedrohlicher werdenden Aktivität Philipps in Südgriechenland und führt gleichzeitig einen heftigen Angriff auf seine inneren Gegner, insbesondere auf Aischines, in Bezug auf den Inhalt und die Umstände des Vertrags.
Die Rede Über Alonissos gehört nicht zu Demosthenes, sondern stammt aus seiner Zeit und wurde von einem seiner politischen Freunde, wahrscheinlich Hegesippus, verfasst, weshalb sie in die Reihe der Reden des Redners aufgenommen wurde. Diese Rede liefert uns Informationen über die diplomatische Aktivität der Zeit und die Möglichkeit, die Rhetorik von Demosthenes mit der eines Gleichgesinnten zu vergleichen.
Die Rede Über die in Chersonnisos ist eine der schönsten Reden von Demosthenes. Hier gelingt es dem Redner, ein spezifisches Problem (die Rückberufung des Strategen Diopithes von Thrakien auf Verlangen Philipps) in ein allgemeines politisches Problem zu verwandeln. In den drei meisterhaft strukturierten Teilen der Rede wird das thrakische Problem entwickelt, das politische Verhalten der Athener wird mit großer psychologischer Einsicht beschrieben, und erneut wird die Haltung seiner politischen Gegner kritisiert, diesmal im Gegensatz zur Definition des rechtschaffenen Bürgers, dessen Aufgabe es ist, stets das Beste und Vorteilhafteste zu empfehlen und nicht das Angenehme und Einfache, eine Definition, die seine eigene politische Haltung meisterhaft widerspiegelt.
Hersteller
- Autor
- Dimosthenis
- Verleger
- Zitros
- Genre
- Antike griechische Literatur
- Umschlag
- Gebundene Ausgabe
- Anzahl der Seiten
- 356
- Veröffentlichungsdatum
- 6/2003
- Veröffentlichungsdatum
- 2003
- Abmessungen
- 13x19 cm
- Sprache
- Griechisch
- Originaltext
- Nein
- Klassische Literaturbücher
- Nein
- Zweisprachige Ausgabe
- Ja
- ISBN-13
- 9789607760982
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