Die Germá nimmt die Regel an, die ihr vorschreibt, dass sie als Frau, als Ehefrau und als Mitglied der Gesellschaft, in der sie lebt, nur dann Anerkennung finden wird, wenn sie ein Kind bekommt. Sie hat keine anderen Optionen. Andere Möglichkeiten sind nicht vorgesehen. Wenn es ihr nicht gelingt, ein Kind zu bekommen, hört sie auf, als Persönlichkeit zu existieren. Andere Lösungen werden nicht akzeptiert, vielleicht weil sie nicht verständlich sind, vielleicht weil sie unerwünschte Unruhen hervorrufen.
Mit offensichtlichen Anzeichen ihrer gerechtfertigten latenten Zweifel folgt die Germá der freiwilligen Selbsttäuschung und beschließt, sich in einen Zustand der Schuld zu versetzen und um das Gewünschte zu kämpfen, auf eine Weise, die nicht die wirkliche Ursache ihres Problems neutralisieren wird, sondern vielmehr konventionell und ritualistisch seine Symptome behandelt.
Die Germá als Drama ist eine authentische Tragödie. Daher ist die Germá als Protagonistin des Dramas eine echte tragische Heldin. In ihrer Seele koexistieren also zwei Substanzen, die des Opfers und die des Täters, komplex miteinander verbunden und ununterbrochen einander negierend, wie es in jeder echten Form von Tragik üblich ist.
Hersteller
- Autor
- Federico Lorca
- Verleger
- Okeanida
- Ursprünglicher Titel
- Yerma
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 162
- Veröffentlichungsdatum
- 2/2019
- Veröffentlichungsdatum
- 2019
- Auszeichnung
- -
- Abmessungen
- 14.5x23.5 cm
- Künstlerische Strömung
- Modernismus
- Alben
- Nein
- Themen
- Theater
- ISBN-13
- 9789604108572
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