„Rund um 1918 bis 1919 kamen Delegationen von Franzosen und Engländern, um die Einrichtungen der Bergwerke zu inspizieren. Sie wurden in den Bildungseinrichtungen groß empfangen. Schüler und Schülerinnen, auf dem Schulhof aufgereiht und in einheitlicher Kleidung, sangen die französische und englische Nationalhymne und hielten griechische und türkische Fahnen. In der Festhalle sprach der Professor Herr Georgios Felekis zu ihnen. Die Vertreter waren überrascht und äußerten ihre Begeisterung: 'Wir hätten nie gedacht, dass es in den Tiefen des Ostens solche griechischen Schulen gibt'.
In den zentralen Bildungseinrichtungen des Bergwerks Ak-Dag wurde die gemeinsame neu-griechische Sprache verwendet. Sie lernten alle bekannten Schul-Lieder, darunter auch kleftika-patriotische, die sich auf die Freiheit bezogen. Bei den Festen wurden Theateraufführungen organisiert, oft mit nationalem Inhalt. Auch Türken nahmen an diesen Zeremonien teil. Am 25. März 1919 brachte der Lehrerkollegium das nationale Drama 'Griechische Revolution' auf die Bühne. In einem Moment, als das Stück den Eid der Helden darstellte, kniend mit gekreuzten Schwertern, ahmten die türkischen Zuschauer die Griechen nach und standen aus Respekt auf.
Bei derselben Zeremonie präsentierte Nikolaos Thomaidis, praktischer Arzt und Fotograf, ein Papiermodell des Panzerkreuzers Averof, das versteigert wurde, um die Schule zu unterstützen, wie es üblich war. In den Jahren der Verfolgung wurde ein Waisenhaus gegründet, das 300 Kinder von deportierten Pontiaken unterhielt. Das Waisenhaus erhielt Unterstützung von den Griechen in Konstantinopel bis 1919, als sich die Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei verschlechterten. Die Mittel beschränkten sich auf lokale Spendenaktionen, die dank der unglaublichen Großzügigkeit der Vornehmen des Bergwerks erfolgreich waren. Die Waisenkinder nahmen auch an Unterrichtsstunden in ihrer eigenen besonderen Schule teil. Dieses Projekt wurde unterbrochen, als die Türken die Verantwortlichen zum Tod durch Erhängen verurteilten.“
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- Autor
- Fotios D. Koutsoupias
- Verleger
- Irodotos
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- Akademisch
- Motiv
- Neuere und moderne Griechenland, Geschichte des Pontus, Geschichte Europas
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- Kirche, Bildung, Menschen und geistliche Aktivitäten in der Provinz Chaldia in Pontus im 19. und 20
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 481
- Veröffentlichungsdatum
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- Veröffentlichungsdatum
- 2006
- Abmessungen
- 17x24 cm
- ISBN-13
- 9789607290984
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