Mit besonderer Freude präsentieren wir in der Reihe der Antworten von Kazantzakis die `Briefe an Galatie`. Diese Briefe hatte Nikos Kazantzakis an seine erste Ehefrau geschrieben, von 1920 bis 1923, eine Zeit, in der die Atmosphäre Europas elektrisiert war, Blitze zuckte und jeder wirklich geistige Mensch zum Beben brachte. Mit dieser Veröffentlichung bieten wir nicht nur geistige Freude für die zahlreichen Leser des geliebten Autors. Diese Texte sind vielleicht mehr als andere aufschlussreiche Dokumente sowohl des Menschen als auch seines Werks, da sie, abgesehen vom persönlichen Charakter seiner alltäglichen Sorge, seine ängstliche Gedankenwelt und sein waches Gewissen offenbaren. Der Herausgeber erfüllt dabei gewissermaßen auch einen alten Wunsch des großen Nikos Kazantzakis: eine Reihe von Büchern in Form von Briefen zu veröffentlichen, unter dem Titel `Briefe an meine Frau` (siehe Brief vom 1. Mai 1923). Er hatte uns gestanden, dass sich in diesen Briefen, die heute (ein Jahr nach seinem Tod...) ans Licht kommen, einige der schönsten Seiten befinden, die er geschrieben hatte. Der Leser erkennt, dass die Hindernisse für ein solches Unterfangen nicht gering waren. Es bedurfte, wie bei der Veröffentlichung der anderen Werke aus Kazantzakis’ Reihe, Mut und Beharrlichkeit, um Bedenken, Zweifel und Schwierigkeiten jeder Art zu überwinden. Wenn man die `Briefe an Galatie` liest, erkennt man klar, dass der Mensch, der sie geschrieben hat, nichts verbergen will; denn in ihnen drückt er nichts aus, was er nicht öffentlich deklarieren könnte, wenn es notwendig wäre. Und wenn er von bekannten Personen spricht, auf diese oder jene Weise, und wenn er auf das griechische Publikum jener Zeit Bezug nimmt, tut er dies nicht skandalös, sondern überwacht; oft verärgert und verletzt, manchmal begeistert, immer aber verantwortungsvoll, wie ein wahrer geistiger Mensch. Da wir es für notwendig hielten, einige aufschlussreiche Kommentare für den Leser zu machen, wie es bei jeder Briefsammlung üblich ist, haben wir diese verantwortungsvolle Arbeit dem Dichter und Kritiker Herrn Aris Diktai, einem Landsmann und Freund sowohl Galaties als auch Nikos Kazantzakis, übertragen. [Auszug aus dem Vorwort]
Hersteller
- Autor
- Nikos Kazantzakis
- Verleger
- Difros
- Verlage
- Doppelseitig
- Typ
- Klassische Literatur
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 301
- Veröffentlichungsdatum
- 1/1993
- Veröffentlichungsdatum
- 1993
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9789603140139
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