Wir leben in einer geistigen Kultur und erleben eine gemeinsame Erfahrung, in der die Zeichen aufgehört haben, etwas zu verbergen, und einfach nur bedeuten, dass nichts hinter ihnen steht: kein Gott, keine Ideologie, kein gültiges und letztes Urteil, nur die Simulation des Realen und die ewige Wiederholung davon.
In diesem neuen Verhältnis des Individuums zu den Bildern, Symbolen und Zeichen haben wir keine Repräsentation mehr, das heißt, eine, wenn auch utopische, Gleichwertigkeit des Zeichens mit dem Realen, sondern die Ablehnung des Zeichens als Wert, der sich auf das Reale bezieht. Diese Simulation geht dem Original voraus, während die Unterscheidung zwischen Realität und künstlicher Illusion verschwindet.
Die Karte geht dem Territorium voraus, das sie kartiert, das mediale Bild des Krieges geht dem Krieg selbst voraus. Der Sinn verliert jeglichen Sinn und wechselt gleichgültig und unaufhörlich.
Egal ob er die Mikrowelt von Disneyland analysiert oder den Watergate-Skandal, Jean Baudrillard stellt fest, dass die Modelle einfach die Tatsache verbergen, dass die Realität irrelevant ist für die Art und Weise, wie wir unser Leben wahrnehmen. Jeder Wahrheitsanspruch in diesem Zustand, der charakteristisch für das mediale Zeitalter des späten Kapitalismus ist, gilt als naiv.
(Aus der Präsentation auf dem Rückcover des Buches)
Hersteller
- Autoren
- Jean Baudrillard, Zan Mpontrigiar
- Verleger
- Plethron
- Typ
- Geisteswissenschaften, Politikwissenschaften, Soziologie, Kultur
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 272
- Veröffentlichungsdatum
- 4/2019
- Veröffentlichungsdatum
- 2019
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9789603483205
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