Die selektiven Verwandtschaften, die Bindungen, die bestimmte chemische Elemente miteinander verbinden, werden von Johann Wolfgang von Goethe in das faszinierende, aber auch erschreckende Feld der menschlichen Beziehungen übertragen und bilden den Titel und das thematische Fundament dieses sehr wichtigen Romans aus der reifen Schaffensperiode des Autors.
Die Ankunft einer jungen Verwandten und eines Familienfreundes im Herrenhaus eines verheirateten Paares wird als Katalysator für das Leben, die Gefühle und sogar den Charakter der vier Protagonisten der Geschichte wirken.
Der Einfluss der Liebe wird Tendenzen und Kräfte freisetzen, die bereits in ihnen vorhanden waren, ohne dass sie es vielleicht selbst bemerkt haben, und wird verborgenen Facetten ihrer Persönlichkeit Gestalt verleihen und sie zur Erhebung, zur Zerstörung oder zu dem führen, was auch immer das Schicksal genannt wird, das sie willentlich wählen.
Die Übertragung der Gesetze der Chemie durchdringt Goethes Roman, der insgesamt ein zusammenfassendes Bild der ideologischen künstlerischen Einflüsse ist, denen der Autor ausgesetzt war, ohne sich jedoch mit irgendeiner bestimmten Strömung zu identifizieren.
Der unruhige und lebendige Geist berührt, fast sechzig Jahre alt, den Höhepunkt seiner Blüte und Kreativität.
Hersteller
- Verleger
- Kanaki
- Ursprünglicher Titel
- Die Wahlverwandtschaften
- Typ
- Klassische Literatur
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 318
- Veröffentlichungsdatum
- 1999
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9789607420480
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