Die Bakchen sind kein Studium der dionysischen Rituale noch eine Analyse der religiösen Hysterie. Was der Dramatiker behandelt, ist der ewige Konflikt zwischen Gott und Mensch.
Der Dionysos kommt als Mysterienhalter und zugleich als Rächer nach Theben, um den heiligen Brauch des bakchischen Orgien einzuführen und die Familie seiner Mutter Semele zu bestrafen. Der alte Kadmos und die Agave müssen unglücklich sein, weil sie an seiner göttlichen Herkunft gezweifelt haben. Was den König Pentheus betrifft, so muss er für seine Gotteslästerung bezahlen. Der König wird von seiner besessenen Mutter in Stücke gerissen.
Als der Schleier der Wahnsinnigkeit und Ekstase zerreißt, fällt die Agave in die tiefste existentielle Not. Sie wurde zur Kindsmörderin, indem sie dem neuen Gott diente, dessen Einzug eine geistige Revolution bringt, die nicht blutig verläuft.
Gott und Mensch stehen sich mit intoleranter Brutalität gegenüber. Die Tyrannei des populären religiösen Glaubens gegen die dreiste Anmaßung des gnadenlosen Sophismus. In der Wüste ihrer Zerstörung finden Agave und Kadmos Halt in Mitgefühl.
Am äußersten Punkt menschlichen Schmerzes, der vom allmächtigen Zeus vorausgesagt wird („früher hat Zeus, unser Vater, dies angedeutet“), steht die moralische Würde – die Akzeptanz des Unvermeidlichen. Der Stolz des Besiegten in einem ungleichen Kampf.
Hersteller
- Autor
- Eyripidis
- Verleger
- Okeanida
- Genre
- Antike griechische Literatur
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 174
- Veröffentlichungsdatum
- 10/2019
- Veröffentlichungsdatum
- 2019
- Abmessungen
- 14x23.5 cm
- Sprache
- Griechisch
- Originaltext
- Nein
- Klassische Literaturbücher
- Nein
- Zweisprachige Ausgabe
- Nein
- Sammelausgabe
- Nein
- Illustrierte Ausgabe
- Nein
- ISBN-13
- 9789604108596
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