Bei Dona Rosita, der alten Jungfer, erreicht der Orgasmus der Blumen einen dämonischen Wirbelsturm, einen rasenden Walzer aus Petalen, der alle anderen sprachlichen Symbole ertränkt. Alle Gesichter sprechen die Sprache der Blumen. Alle Dinge werden mit blühenden Worten ausgedrückt.
Die vorbeiziehende Zeit ist der Kamillentee des Berges. Die Augen des Geliebten sind dämmerungsrot mit Mohnblumen. Die Klatschereien sind Brennnesseln. Der unfruchtbare abendliche Spaziergang der Mädchen ist schmerzhaftes Jasmin. Die Wunde der Liebe ist ein scharlachroter Nelke. Das schäumende Meer ist voll Narzissen.
Und wenn die Sonne untergeht, wird der Tag ohnmächtig in den Wasser-Violetttönen. Und natürlich befindet sich im Zentrum die traurige Ballade der Rose, die morgens feurig und rot ist, nachmittags weiß wie das Salz des Strandes, und wenn die Nacht fällt, leise welkt.
(Auszug aus der Ausgabe, aus dem Buch von Alexis Solomon "Theater-Notizbuch")
Hersteller
- Autor
- Federico Lorca
- Verleger
- Dodoni
- Ursprünglicher Titel
- Doña Rosita la soltera oder Die Sprache der Blumen
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 72
- Veröffentlichungsdatum
- 12/1986
- Veröffentlichungsdatum
- 1986
- Auszeichnung
- -
- Abmessungen
- 12x17 cm
- Künstlerische Strömung
- Modernismus
- Alben
- Ja
- Themen
- Kino
- ISBN-13
- 9789602481950
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