Die internationale Literatur über die wissenschaftliche, diplomatische und politische Tätigkeit von Ioannis Kapodistrias ist, wie bekannt, riesig, und ich betone dies auch in anderen Studien von mir. Über den Menschen Kapodistrias sind jedoch die entsprechenden Veröffentlichungen äußerst spärlich und unvollständig. In der ausländischen Literatur - was verständlich ist - wurde diese so bedeutende Seite seines Charakters, die jedoch erschütternd und direkt mit seinem gesamten innovativen und „mythologischen“ Werk verbunden ist, von Stille oder absichtlicher Missdeutung sowie sogar von Verfälschung überschattet.
Der Offenbarungs-Mensch offenbart sich hauptsächlich durch seine eigenen „offenbaren“ schriftlichen Zeugnisse. Von den 176 „Briefen an seinen Vater“, die Polychronis Enepekidis 1972 aus dem Italienischen übersetzte und veröffentlichte, die glücklicherweise von seiner Nachfahrin, der Schwester Maria Desylla-Kapodistria, aufbewahrt wurden, und von seinen noch persönlichere und erschütternde Briefe an Roxandra Stourza, die einzige Frau, die er liebte, die 1901 in der „Neuen Zeitung von Triest“ veröffentlicht wurden.
Beide Briefwechsel, die sich an die beiden liebsten Personen seines Lebens richten, beziehen sich etwa auf denselben Zeitraum. Die Briefe an seinen Vater decken die Jahre 1809-1820 ab, von der Abreise Kapodistrias von Korfu nach Russland bis zum Jahr des Todes seines Vaters. In der Zeit von 1814-1822 beziehen sich seine Briefe an Roxandra Stourza.
Die Korrespondenz von Kapodistrias, sowohl mit seinem Vater Antonios als auch mit Roxandra Stourza, folgt dem Verlauf und der Entwicklung der politischen, diplomatischen und militärischen Ereignisse im europäischen Raum und der beiden: Ioannis Kapodistrias und Roxandra Stourza. Und während sich die historischen Ereignisse entfalten, wird der Leser plötzlich mit der so tiefen und menschlichen Seite der beiden Protagonisten, der emotionalen Offenbarung, konfrontiert und bleibt überrascht stehen.
Nach der tragischen Ermordung Kapodistrias ändert sich das Geschehen. Es wird zur Trauer- monolog eines antiken Theaters und erreicht einen Höhepunkt von Qual und Schmerz, der erschüttert. Es ist die Trauer um die für immer verlorene und unerfüllte Liebe zwischen beiden. Es ist der erschütternde Monolog und die Trauer von Roxandra Stourza. Der Griechin, die es wert war, auf einzigartige Weise von Ioannis Kapodistrias geliebt zu werden, bis zu seinem Tod.
[Auszug aus dem Text der Einleitung]
Hersteller
- Autor
- Eleni E. Koukkou
- Verleger
- Patakis
- Sprache
- Griechisch
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 668
- Veröffentlichungsdatum
- 4/2000
- Tastaturen
- Biografie
- Zeitraum
- Altertum-Mittelalter, Gesellschaftliche Themen
- Eigenschaft
- Politiker
- Veröffentlichungsdatum
- 2000
- Abmessungen
- 17x24 cm
- ISBN-13
- 9789603784791
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