Der unbekannte Bootsmann Topal Osman aus Kerasunda spielte ein Jahrzehnt lang eine zentrale Rolle in der Auslöschung der Griechen im Pontos. Als ausführendes Organ eines umfassenderen Plans zur Ethnischen Säuberung wurde er zum Protagonisten unbeschreiblicher Leiden und zum Tod. Ausgestattet mit Wut und Hass, war er ein Zahnrad einer Bewegung, die auf Ausschlüssen basierte, und wandte sich mit der Deckung nationalistischer Propaganda brutalen Gräueltaten und extremer Gewalt zu.
Das Buch ist das Chronik der Ausrottung einer Gemeinschaft, voll von erschütternden Geschichten und Zeugenaussagen, individuelle, familiäre, gemeinschaftliche, wie Berichte von Verbrechen, die nicht in der großen Geschichte erfasst sind, aber unser kollektives Psychisch tief geprägt haben.
Am 30. Oktober 1914 setzte ein Schiff, geschmückt mit roten Fahnen, früh am Morgen vom Hafen von Trapezunt ab in Richtung Kerasunda. Die Passagiere waren Offiziere, Soldaten, Bürger, alle in großer Aufregung, und bei jeder Begegnung mit einem anderen Schiff oder Boot riefen sie: „Leute der Türkei! Die Gkiauaren und Feinde des Islams werden brennen.“ Begeisterte Applause und unzählige Schüsse in die Luft begleiteten den Ruf: „Es lebe der Krieg“. So begann das letzte Kapitel der Geschichte des Osmanischen Reiches und das letzte Jahrzehnt der Präsenz des Hellenismus in Kleinasien.
Hersteller
- Autoren
- Georgios Lampsidis, Giorgos N. Lampsidis
- Verleger
- Afoi Kyriakidi Ekdoseis A.E.
- Typ
- Politikwissenschaften, Schifffahrt, Kultur
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- Geschichten eines Völkermordes
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 240
- Veröffentlichungsdatum
- 2/2020
- Veröffentlichungsdatum
- 2020
- Abmessungen
- 17x24 cm
- ISBN-13
- 9789606022401
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