Übersetzung ist wie die Taube von Kantius, die in die Leere fliegt. Es gibt weder allgemein gültige noch unbestimmte Übersetzungen, noch existiert eine allgemein anwendbare Übersetzungsform der Texte. Die Übersetzungen variieren je nach den jeweiligen angestrebten Zielen, und jedes Ziel des Übersetzers stellt eine Variable dar, die die Werte annimmt, die ihr jeweils derjenige gibt, der sie durch die Sprache empfängt.
In allen "sprachlichen Ereignissen" gibt es stets zwei kritische, jedoch miteinander im Konflikt stehende Aspekte: einerseits den Inhalt, das heißt die Information, die aus dem Sender an den Empfänger übermittelt werden muss, also die Bedeutung, und andererseits die akustischen und/oder visuellen Phänomene, die diese Information überträgt, nämlich die Texte.
Da die Linguistik alle Übersetzungen durch einen Satz anwendbarer Regeln standardisiert, bedeutet hier die Verwendung der Sprache die Übersetzung der Bedeutung in den Texten und der Texte in die Bedeutungen. Die Integrität der Entität der Texte wird in der Übersetzung nur gewahrt, wenn die Übersetzung Kohärenz und Konsistenz aufweist.
Die Wissenschaft der Übersetzung erforscht nicht hauptsächlich die "Sprache als Instrument", sondern die "Sprache als Rede". Deshalb sind alle wissenschaftlichen Theorien über die Übersetzung anwendbar, solange sie sich auf die kreative Seite der Sprache stützen, auf die Sprache als Rede, die sich in der umfassenden Assimilation der für die Ziele des Übersetzers relevanten subjektiven und historischen Elemente manifestiert.
Hersteller
- Autor
- Giorgos Kentrotis
- Verleger
- Diaylos
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 476
- Veröffentlichungsdatum
- 1996
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Sprache
- Griechisch
- ISBN-13
- 9789605310158
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