Die Oper war in den 1920er Jahren in Deutschland das Maß aller Dinge im städtischen Theater. Das hypnotisierendste oder auch banalisierendste, wie Brecht es nannte, „das mit schwerfälligen Arien, prunkvollen Kulissen und dramatischen Themen, die in Kombination mit der Musik eine verzerrte Darstellung der Realität waren, genau das Richtige für ein verzerrtes Abbild der Wirklichkeit“. Brechts Ziel war es, durch die Parodie der Oper eine Umkehr der Funktion des bürgerlichen Theaters von einem „gastronomischen“ Spektakel zu einem epischen-lehrhaften zu erreichen.
Diese neue Oper stellte nicht einfach dar, sondern sah die Lächerlichmachung der moralischen Werte des Bürgers und die Entmythologisierung des bewährtesten und beliebtesten Trägers der Unterhaltung – der Oper – vor. „Die Oper für einen Groschen“, schrieb Brecht zu dieser Zeit, „ist eine Art Vortrag über das Leben, so wie der Zuschauer es im Theater sehen möchte. Da er jedoch auch einige Dinge sieht, die er nicht sehen möchte, nämlich seine Wünsche, die nicht nur erfüllt, sondern auch zum Gegenstand der Kritik gemacht werden, wird er in der Lage sein, theoretisch zumindest, im Theater eine neue Rolle zu erkennen...“ – um das behagliche bürgerliche Publikum zu erwecken und in Verlegenheit zu bringen.
Hersteller
- Autor
- Bertolt Brecht
- Verleger
- Dodoni
- Ursprünglicher Titel
- Die Dreigroschenoper
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 146
- Veröffentlichungsdatum
- 10/1995
- Veröffentlichungsdatum
- 1995
- Auszeichnung
- -
- Abmessungen
- 14x21 cm
- Künstlerische Strömung
- Modernismus
- Alben
- Ja
- Themen
- Musik, Theorie & Kunstgeschichte
- ISBN-13
- 9789602487341
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