Die Infragestellung oder gar die Weigerung, den Willen der Mehrheit im Rahmen der bürgerlichen Demokratie zu akzeptieren, der in diesem Essay unterstellt wird, mag provokant erscheinen.
Und sie ist tatsächlich provokant, da damit eines der Grundprinzipien dieser Schein-Demokratie dekonstruieret und der falsche Charakter von ihr offenbart wird, wie er sowohl von ihren Kritikern als auch durch die fragwürdige Argumentation ihrer Verteidiger zum Vorschein kommt.
Genauer gesagt, handelt es sich um die Begründung des Standpunkts, dass der Kapitalismus, also die Diktatur der bürgerlichen Klasse, und in Form der bürgerlichen repräsentativen Demokratie, neben anderen Übeln, unfreie Menschen formt.
Gleichzeitig, mit der Gewährung des allgemeinen Wahlrechts, scheint er ungleiche Menschen in ihrer tatsächlichen Existenz als gleichwertige Bürger zu behandeln.
Das bedeutet, dass er einerseits die Menschen „frei“ äußern lässt, nachdem er ihnen zuvor das Recht genommen hat, frei zu denken, während er andererseits versucht, die sozialen Ungleichheiten hinter der Maske gleicher politischer Rechte zu verschleiern.
Dieser kritische Ansatz stellt keineswegs eine Ablehnung der Nutzung der politischen Rechte und des bürgerlichen Parlamentarismus zur Überwindung des Kapitalismus dar, was eine Voraussetzung für die Substanzialisierung der Demokratie ist.
Hersteller
- Autor
- Giorgos T. Rousis
- Verleger
- Ekdoseis Govosti
- Anzahl der Seiten
- 160
- Veröffentlichungsdatum
- 5/2020
- Veröffentlichungsdatum
- 2020
- Abmessungen
- 14x21 cm
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- ISBN-13
- 9789606061387
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