Politische Gleichheit und menschliche Emanzipation: dies könnte der Untertitel dieses Werkes von Marx sein, das als eines seiner bedeutendsten jugendlichen Schriften gilt.
Der Übergang vom reinen demokratischen Radikalismus zur revolutionären Auffassung des historischen Materialismus und zum Kommunismus wird auf den Seiten der „Judensache“ sehr klar umrissen. Das Werk, das im Herbst 1843 verfasst wurde, ist eine Kritik an zwei Schriften von Bruno Bauer und konkretisiert erstens die menschliche Emanzipation als soziale Emanzipation und analysiert zweitens umfassend die Beziehung zwischen dem politischen Staat und der Zivilgesellschaft.
Außerdem beweist es, dass die „politische“ Gleichheit des demokratischen Staates die Ungleichheit im Privateigentum, in der Bildung und in der Beschäftigung voraussetzt. Die menschliche Emanzipation muss, so Marx, im Bereich des revolutionären Wandels gesucht werden, der die Abschaffung des Staates als Machtinstrument darstellt, das von der Gesellschaft getrennt ist.
So ist jede philosophische Kritik und Perspektive, die sich innerhalb der Grenzen der Politik bewegt und die Zivilgesellschaft nicht berührt, für den Marx des „Judensache“ nichts anderes als ideologische Illusion.
[Auszug aus dem Text auf dem Rückcover der Ausgabe]
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