Linda leitete erfolgreich das Marketing für ein kleines bis mittleres Online-Einzelhandelsunternehmen: Ihr Team trug dazu bei, sechs aufeinanderfolgende Quartale mit Wachstum zu erzielen, und sie wurde für ihre Verkaufszahlen, ihre starke Zusammenarbeit und ihre Leistungen gelobt. Linda war außerdem Mitglied des Kundenservice-Ausschusses des Unternehmens und genoss Respekt vom Geschäftsführer und anderen Führungskräften.
Doch sie blieb dort stecken und konnte nicht weiter aufsteigen. Ihre Ideen für mehr Innovation wurden zwar höflich in den Sitzungen der Geschäftsleitung aufgenommen, aber nie umgesetzt. „Interessante Idee, Linda, aber das ist momentan noch zu fantasievoll.“ Sie forderte größere Aufgaben in ihrem Unternehmen, verpasste aber stets Chancen bei externen, erfahreneren Kollegen. Sie wollte ihren Stempel hinterlassen und dachte gelegentlich über Möglichkeiten außerhalb des Unternehmens nach. Als Personalverantwortliche sie jedoch anriefen, um sie einzustellen, konnte sie sich nicht so präsentieren, dass sie die neue Stelle ergattern und dort eine erfolgreiche Karriere starten konnte.
Linda war enttäuscht von ihrem Wunsch, eine bedeutendere Rolle zu übernehmen, und erlebte auch Momente der Verwirrung und Unsicherheit: „Muss man eine mystische Verwandlung durchlaufen, um eine Führungskraft zu werden? Muss ich eine Sheryl Sandberg sein, um meine beruflichen Träume zu verwirklichen?“