Die historischen Ereignisse seiner Zeit beschäftigen Menander in seinem Werk überhaupt nicht. Hirnlose Jünglinge, mürrische alte Männer, alberne Mädchen, durchtriebene Sklaven, gutherzige Hetären und angeberische Soldaten, gleichgültig gegenüber der sozialen und historischen Entwicklung um sie herum, sind mit ihren Liebesangelegenheiten und kleinen Eigeninteressen beschäftigt.
Der Dichter versteht sie mit Nachsicht und führt die meisten ihrer Fehler auf die widrigen Umstände oder das blinde Schicksal zurück. Als Bürger eines verfaulten Athens, fern von den alten herrschenden Auffassungen seiner Stadt, selbst hedonistisch und tief skeptisch, scheint Menander philosophisch nachsichtig gegenüber der menschlichen Galerie seiner Epoche zu sein.
[Auszug aus dem Text auf der Rückseite der Ausgabe]
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