Wie und warum wurde die spätantike Welt von der 'klassischen' Zivilisation unterschieden? Von 150 bis 750 n. Chr. verschwanden die tief verwurzelten antiken Institutionen für immer. Im Jahr 476 hörte das Römische Reich in Westeuropa auf zu existieren. Im Jahr 655 verschwand das Persische Reich aus dem Nahen Osten. Peter Brown erzählt keine melancholische Geschichte von 'Niedergang und Fall', sondern untersucht nüchtern die Neuordnung antiker Grenzen und das Aufkommen neuer, entscheidender Phänomene, die die Ära prägten, wie die Dominanz des Christentums in Europa und des Islam im Nahen Osten. In den 1970er Jahren bahnbrechend, jetzt ein Klassiker, hob dieser lebendige Essay die Einzigartigkeit einer vernachlässigten historischen Periode hervor und verlagerte den Fokus von Westeuropa auf das östliche Mittelmeer. Er untersucht sechshundert Jahre politischer, sozialer und kultureller Veränderungen und versucht, eine entscheidende Frage der Weltgeschichte zu beantworten: Wie kam es, dass die homogene Mittelmeerwelt von 200 n. Chr. in drei entfremdete und konkurrierende Einheiten aufgeteilt wurde, den katholischen Westen, Byzanz und den Islam? Eine Entwicklung, deren langfristige Folgen wir noch heute, am Ende des zweiten Jahrtausends, erleben. (Aus der Präsentation der Ausgabe) Dieses Buch wurde um 1970 geschrieben, nicht als 'definitives' Handbuch, sondern eindeutig als Essay. Ich wollte dem durchschnittlichen Leser den Reichtum und die Anziehungskraft einer einst vernachlässigten Ära vermitteln, die heute als 'Spätantike' bekannt ist. Als Essay hatte das Buch eindeutig begrenzte Grenzen: Der Text und die begleitende Bibliographie behandelten bestimmte Themen, während andere überhaupt nicht angesprochen wurden. Es spiegelte mit echtem Enthusiasmus einen bestimmten Moment in der Entwicklung der Studien zur Spätantike in Europa und insbesondere in England wider. Es konzentrierte sich auf die kulturelle und religiöse Geschichte der Periode und die sozialen Veränderungen, die mir zum Zeitpunkt des Schreibens als Rahmen für die Interpretation der beeindruckenden Gärungen der Ära erschienen. Es lenkte die Aufmerksamkeit des Lesers über die Bereiche hinaus, die bis dahin die meisten Erzählungen vom 'Niedergang und Fall' des Römischen Reiches dominiert hatten - mit anderen Worten, über Westeuropa und die westliche Barbarenwelt hinaus; und es betonte vorzugsweise die östlichen Ufer des Mittelmeers und den Nahen Osten. Was sich sowohl in mir als auch in der gebildeten Welt insgesamt verändert hat, ist nicht leicht zusammenzufassen. Aber es muss von denen berücksichtigt werden, die die Bibliographie konsultieren. Eines ist sicher: Die meisten der Bücher, die ich hinzugefügt habe, sind Träume, die wahr geworden sind. Wir brauchten sie dringend im Jahr 1970. Sie sind ermutigende Beweise für die Entwicklung der Studien zur Spätantike in den letzten zwei Jahrzehnten... Diese Bücher korrigieren - oder ergänzen - nicht nur den vorliegenden Essay. Sie bringen gute Nachrichten. Sie ermutigen nun andere Gelehrte, nach fast zwanzig Jahren erneut die Herausforderung einer ewig faszinierenden Ära anzunehmen, und wissen dabei viel mehr, als ich damals wusste. [Auszug aus dem Einführungstext der Ausgabe]
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- Alexandreia
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- Akademisch
- Motiv
- Weltgeschichte, Byzantinisches Reich, Römisches Reich, Archäologie, Geschichte Asiens
- Sprache
- Griechisch
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 238
- Veröffentlichungsdatum
- 2/2022
- Veröffentlichungsdatum
- 2022
- Abmessungen
- 17x24 cm
- ISBN-13
- 9789602211304
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