Meine Ideen zur Herkunft unserer moralischen Vorurteile – genau das behandle ich in diesem kämpferischen Werk – wurden erstmals dezent und prägnant in jener Aphorismensammlung mit dem Titel "Menslich, Allzu Menschlich: Ein Buch für Freie Geister" präsentiert.
Ich hatte mit der Zusammenstellung des Werkes in Sorrento begonnen, an einem Winter, als ich zufällig dort verweilte wie der Reisende, der irgendwo rastet, und mit dem Blick das endlose und gefährliche Land umarmte, das bis dahin meinen Geist durchzogen hatte. Es war im Winter 1876-77. Doch meine reinen Ideen waren bereits älter.
Im Wesentlichen waren es dieselben Ideen, die ich in diesen Studien erneut verarbeite... hoffen wir, dass der große Zeitraum, der vergangen ist, ihnen zugutegekommen ist, dass sie reifer, klarer, solider und vollkommener geworden sind!
Die Tatsache, dass ich auch heute noch fest zu ihnen stehe, dass sie inzwischen mehr miteinander verbunden sind, dass sie sich vermischt und miteinander verschmolzen haben, verstärkt in mir die frohe Gewissheit, dass sie nicht voreingenommen, zufällig und sporadisch in meinem Geist geboren wurden, sondern im Gegenteil, dass sie aus derselben Wurzel gewachsen sind, aus einem tiefen Willen nach Wissen, der die innere Welt beherrscht, und der immer bestimmtere Ansprüche an immer präzisere Konzepte äußert.
Nur auf diese Weise lohnt es sich, dass ein Philosoph nachdenkt.
Hersteller
Produktdetails
- Verleger
- Damianos
- Ursprünglicher Titel
- Die Genealogie der Moral
- Sprache
- Griechisch
- ISBN-13
- 9789602281215
Ausgabe
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 211
- Abmessungen
- 14x21 cm
- Veröffentlichungsdatum
- -
- Veröffentlichungsdatum
- 1998
Inhalt
- Lesestufe
- Klassische Texte
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