Die griechische Minderheit in Albanien ist besser bekannt durch griechisch-albanische Streitigkeiten, wie sie jedes Mal in den Medien auftauchen. Im Wesentlichen handelt es sich jedoch um eine unbekannte Gemeinschaft, die historisch von konkurrierenden nationalistischen Überzeugungen und den Unterschieden zwischen zwei verschiedenen historischen Prozessen der nationalen Bildung umgeben ist: der griechischen religiösen und der albanischen sprachlichen. Ebenso unbekannt sind die Politiken, die von Griechenland seit den 1990er Jahren verfolgt werden. Der Band beschreibt die Veränderungen, die in der Gemeinschaft seit dem Sturz des Hoxha-Regimes und den Politiken der griechischen Seite, die das Profil der kleinen Minderheit, die noch in Albanien lebt, beeinflusst haben, stattgefunden haben.
Es wird die Politik des expliziten oder latenten erlösenden Inhalts untersucht, die in der ersten Hälfte der 1990er Jahre von Griechenland ausgeübt wurde, sowie der Versuch, in die Minderheit einige Gemeinschaften orthodoxer Albaner und viele Vlachen einzubeziehen. Es wird auch die Bedeutung und der Verlauf der Partei untersucht, die als Vertreter der Minderheit angesehen wurde, sowie der griechisch-albanische Streit in Himara.
Die Gewährung von besonderen Aufenthaltsgenehmigungen und letztendlich die Staatsbürgerschaft an eine viel größere Anzahl von Menschen als die, die in griechischsprachigen Siedlungen leben oder von dort stammen, stellte einen entscheidenden Punkt der Politiken dar, die ausgeübt wurden und als selbsterfüllende Prophezeiung in griechischen Wahrnehmungen einer großen Minderheit von Himara bis Korçë fungierten. Sie zeigten auch die Bedeutung der religiösen Zugehörigkeit als Kriterium für die Aufnahme in die nationale Gemeinschaft auf. Heute befindet sich die große griechische Minderheit, wie sie von der griechischen Seite wahrgenommen wird, nicht mehr in Albanien, wie es die angestrebten Politiken vorsahen, sondern in Griechenland.
Die Minderheit, die noch in Albanien lebt, scheint sich von einer Reihe von Merkmalen zu emanzipieren, die von griechischen Wahrnehmungen nationaler Minderheiten für sie reserviert sind.
Hersteller
- Autor
- Lampros Mpaltsiotis
- Verleger
- Isnafi
- Untertitel
- Die albanische Minderheit nach dem Kalten Krieg
- Anzahl der Seiten
- 360
- Veröffentlichungsdatum
- 4/2020
- Veröffentlichungsdatum
- 2020
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Geopolitische Region
- Griechenland & Zypern
- ISBN-13
- 9789609446273
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