Am Samstag, den 19. Januar 1935, kündigte die Tageszeitung „Καθημερινή“ an, dass „nächsten Freitag um 19:15 Uhr ein Vortrag mit dem Redner Herr A. Εμπειρίκον zum Thema „Über den Surrealismus“ im Künstlerverein stattfinden wird“. Dieser berühmte Vortrag, wenige Monate vor der Veröffentlichung von „Υψικαμίνου“, war Ende der 30er Jahre verloren gegangen und wurde kürzlich wiederentdeckt. Der Elytis besuchte den Vortrag und gab uns seine Eindrücke. „Am nächsten Tag fand der Vortrag vor einigen mürrischen Bürgern statt, die offensichtlich verärgert zuhörten, dass es neben Koundylis und Tsaldaris auch andere interessante Menschen in der Welt gab, die Freud oder Breton genannt wurden.
Die guten Wärmeleiter, die Jungen, fehlten. Trotzdem war der Same gefallen, und schon bald, in dem goldenen Staub des herannahenden Frühlings, begannen merkwürdig schwebende und glänzende Namen und Begriffe, die noch nie gehört worden waren, auftauchen: das Unterbewusstsein, das automatische Schreiben, das hasard objectif, die Collagen, die paranoiaque kritische Methode, das merveilleux und so weiter“ (Ανοιχτά Χαρτιά). (Von der Website des Verlags)
Der Dadaismus war eine große Revolte und stellte sozusagen das Potenzial einer Revolution dar, war jedoch nicht an sich eine Revolution, während der Surrealismus eine echte revolutionäre Disziplin ist, mit Handlungen, die einer vollständigen und autonomen Theorie entsprechen und bewusste Ziele verfolgen. [...] Hier ist der erste Eindruck der Betrachtung der neuen Welt, die uns durch die Anwendung des Surrealismus eröffnet wird.
Und wenn wir von einer neuen Welt sprechen, meinen wir auf spiritueller Ebene etwas ganz Analoges zur Entdeckung Kolumbus', mit dem Unterschied, dass der Surrealismus mit „seinem psychischen Automatismus, durch den er die wahre Funktionsweise des Denkens ausdrückt“, eine Art kontinuierlicher und willentlich herbeigeführter Entdeckung ist. Mit anderen Worten, seine Amerikas haben keine Grenzen. Sie sind unbegrenzt, unermesslich und buchstäblich unermesslich, wie unser Unterbewusstsein, das in uns existiert und dessen Existenz und Inhalt wir nicht kennen.
[...] Lassen wir einige engstirnige Revolutionäre nicht unzufrieden sein, aber ich sehe keinen Grund, warum wir die Probleme der Liebe, des Traums, des Wahnsinns, der Kunst und der Religion vermeiden sollten, solange wir sie aus demselben Schicksal wie sie - der Revolution - betrachten.“ [Auszug aus einem Präsentationstext des Verlags oder der Ausgabe]
Hersteller
- Autor
- Andreas Empeirikos
- Verleger
- Agra
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- Der Vortrag von 1935
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 96
- Veröffentlichungsdatum
- 11/2009
- Veröffentlichungsdatum
- 2009
- Abmessungen
- 12x17 cm
- ISBN-13
- 9789603258674
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