[...] Die 120 Tage ist die tausendundeine Nacht aus dem Mittelalter, das anscheinend noch nicht zu Ende ist. "Und von all dem Mittelalter gibt es keins, das schlimmer ist als das Mittelalter des Menschen" (Lord Byron).
Es ist wichtig, es anzuschauen und sich nicht heuchlerisch hinter einer Ethik zu verstecken, die nichts anderes als die Verleugnung des Lebens selbst ist (Nietzsche).
1966 schrieb Foucault: "Sade berührt die Grenzen der klassischen Sprache und des Denkens. Er herrscht genau an ihren Grenzen. Nach ihm werden Gewalt, Leben und Tod, Verlangen und Sexualität eine riesige schattenhafte Schicht ausbreiten, die wir nun, so gut wir können, in unserer eigenen Sprache, unserer eigenen Freiheit, unserem eigenen Denken fortsetzen. Aber unser Denken ist so kurz, unsere Freiheit so unterworfen, unsere Sprache so zerkaut, dass wir jetzt erkennen müssen, dass diese unterirdische Schicht im Wesentlichen ein unendliches Meer ist." Der französische Historiker hatte nicht unrecht, als er sagte, je weniger wir die Welt verändern können, desto mehr werden wir Sade lesen.
Hersteller
- Verleger
- Exantas
- Typ
- Klassische Literatur, Sozial, Prosa
- Abdeckung
- Hardcover
- Anzahl der Seiten
- 734
- Veröffentlichungsdatum
- 1997
- Abmessungen
- 12x18 cm
- ISBN-13
- 9789604648962
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