Indirekte Folgen der assistierten Reproduktion, insbesondere der In-vitro-Fertilisation, sind die zunehmende Vielfalt an Familienkonstellationen, die dadurch technisch möglich werden. Zum Beispiel können alleinstehende Männer ein Kind mit fremden Eizellen und einer Leihmutter bekommen, verwitwete Männer und Frauen können ein Kind mit kryokonserviertem Samen oder Eizellen ihres verstorbenen Partners bekommen, ältere Menschen können ebenfalls Kinder mit fremdem genetischem Material oder einer Leihmutter erhalten, während gleichgeschlechtliche Paare mittlerweile ebenfalls ihre Familienplanung realisieren können.
Diese Möglichkeiten sorgen natürlich auch für Verlegenheit in der Gesellschaft, da nicht alle gesellschaftlich akzeptiert werden; das Recht ist ebenso zögerlich, bestimmte dieser Praktiken zu regeln oder zuzulassen, beispielsweise untersagt es zumindest derzeit den Zugang gleichgeschlechtlicher Paare zur assistierten Reproduktion.
Darüber hinaus werfen die einzelnen Methoden der künstlichen Befruchtung weitere Fragen auf, etwa die Nutzungsmöglichkeiten der künstlichen Befruchtung bei Personen, die ihre Freiheit verloren haben, weil sie im Gefängnis sitzen, oder die Frage, ob die Leihmutter eine Abtreibung vornehmen darf, wenn sie mit anderen vereinbart hat, für sie ein Kind zu gebären.
Sollte die Gesellschaft und das Recht diese Möglichkeiten akzeptieren? Und sollten wir Juristen darüber nachdenken und unsere Vorstellungen, etwa von Blutschande oder Ehehindernissen, überdenken und revidieren? Mit diesen und weiteren verwandten Fragen wollen die Beiträge in diesem Heft Antworten geben.
Hersteller
- Autoren
- Anastasia Kalaitzi, Eleni Rethymiotaki, Kalliopi Kipouridou, Maria M. Milapidou, Eytychia Kounougeri - Manoledaki, Venetia Kantsa
- Verleger
- Ekdoseis Sakkoula A.E.
- Typ
- Recht - Rechte, Soziologie, Frau
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- ISBN-13
- 9789605681241
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