Der enge Korridor führt uns auf eine faszinierende Reise durch alle Kontinente und durch die Menschheitsgeschichte, um die entscheidende Zutat der Freiheit zu entdecken.
Die abschließende Erkenntnis ist, dass es von jedem von uns abhängt: Diese Zutat ist das Engagement, das wir als Bürger haben, um die demokratischen Werte zu unterstützen. In Zeiten wie der heutigen könnte es keine wichtigere Botschaft geben.
Nach einem westlichen Mythos ist politische Freiheit eine widerstands-fähige Konstruktion, die durch einen Prozess der „Erleuchtung“ verwirklicht wird. Diese statische Sichtweise stellt nur eine Illusion dar, so die Autoren. In Wirklichkeit ist der Korridor zur Freiheit eng, und um offen zu bleiben, erfordert er einen grundlegenden und anhaltenden Kampf zwischen Staat und Gesellschaft.
Eines der größten Paradoxien der politischen Geschichte ist die Tendenz, die wir in den letzten zehntausend Jahren beobachten, einerseits zu einer Abwendung von kleinen Stämmen und andererseits zur Entwicklung starker zentralisierter Staaten, die es Gesellschaften von Millionen von Menschen ermöglichen, zu funktionieren.
Aber wie kann sich ein starker Staat mit der Vorstellung versöhnen, dass seine Bürger Freiheit genießen? Und auf der anderen Seite, welche Haltung sollten wir gegenüber den aktuellen Herausforderungen einnehmen, denen sich unsere Demokratien gegenübersehen?
Dieses Buch befasst sich mit Freiheit, damit, wie und warum es den menschlichen Gesellschaften gelungen ist oder nicht gelungen ist, sie zu erlangen. Es behandelt auch die Folgen dieses Erfolgs oder Misserfolgs, insbesondere in Bezug auf das Wohlergehen.
Es ist offensichtlich, dass Freiheit in der Geschichte selten ist und heute ebenso selten ist. Jedes Jahr verlassen Millionen von Menschen im Nahen Osten, in Afrika, in Asien und in Zentralamerika ihr Heimatland, riskieren ihr Leben und ihre körperliche Unversehrtheit, nicht weil sie ein höheres Einkommen oder bessere Annehmlichkeiten suchen, sondern weil sie versuchen, sich und ihre Familien vor Gewalt und Angst zu schützen.
Philosophen haben viele Definitionen von Freiheit vorgeschlagen. Aber auf der grundlegendsten Ebene, wie Locke erkannte, muss Freiheit dort beginnen, wo Menschen von Gewalt, Terror und anderen demütigenden Zuständen befreit werden. Menschen müssen frei sein, das Leben zu wählen, das sie leben möchten, und die Mittel haben, ihre Entscheidungen zu verwirklichen, ohne die Bedrohung durch irrationale Strafen und drakonische soziale Sanktionen.
Hersteller
- Autoren
- Daron Acemoglu, James Robinson, James A. Robinson
- Verleger
- Ekdotikos Oikos A. A. Livani
- Untertitel
- Staaten, Gesellschaften und das Schicksal der Freiheit
- Anzahl der Seiten
- 720
- Veröffentlichungsdatum
- 9/2020
- Veröffentlichungsdatum
- 2020
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- ISBN-13
- 9789601435879
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