Die satirische Parodie Norma oder Die Liebe eines Politikers, geschrieben innerhalb von nur zehn Tagen von dem norwegischen Dramatiker, wurde erstmals im Juni 1851 in dem wöchentlichen literarischen ‒ mit besonderem Fokus auf Satire ‒ Magazin Andhrimner veröffentlicht.
Seine erste Bühnenaufführung fand erst 1994 in Trondheim durch eine Theatergruppe von Studenten statt, was es zum Ibsenschen Werk macht, das am längsten gebraucht hat, um seinen Weg auf die Bühne zu finden. Nicht ohne Grund, wenn man bedenkt, dass es sich um ein Werk handelt, das nicht mit dem Ziel geschrieben wurde, aufgeführt zu werden, sondern um in einer satirischen Zeitung veröffentlicht zu werden.
Was ist jedoch die Handlung der Oper Norma, die Ibsens Interesse so sehr weckt, dass sie das Vehikel wird, das ihn zu seiner offenkundigen satirischen Kritik am Parlament im Jahr 1851 führt? Norma ist also die Hochpriesterin der Druiden und lebt in Gallien, das unter römischer Besatzung steht. Der Prokonsul der Provinz, zu der Gallien gehört, ist Pollione, mit dem Norma, indem sie den Keuschheitsgelübde der Druiden bricht, eine Beziehung eingeht und schließlich schwanger wird und zwei Söhne zur Welt bringt.
Sie erfährt jedoch, dass Pollione in ihre junge Freundin Adalgisa verliebt ist, die ebenfalls Priesterin der Druiden ist, und um sich an ihm zu rächen, gibt sie den Galliern das Signal, sich gegen die römischen Eroberer zu erheben. Entsprechend dem Gewohnheitsrecht der Römer müsste Pollione, um den Sieg zu sichern, geopfert und ins Feuer geworfen werden.
Norma möchte ihm das Leben retten und, nachdem sie ihn bittet, zu ihr zurückzukehren und er ablehnt, erklärt sie sich bereit, an seiner Stelle ins Feuer zu gehen und sich zu opfern. Als Pollione dies sieht, ist er berührt und folgt ihr ins Feuer. Ibsen nimmt die grundlegende Form des Liebesdreiecks sowie dessen politische Färbung und verwandelt sie in etwas völlig anderes.
Hier ist das Liebesdreieck nicht mehr als eine Form, um auf lebendige und anschauliche Weise darzustellen, was genau im Parlament geschieht. Die Figuren seiner Geschichte sind real und was er darüber behauptet, wie Menschen Positionen und Ideen je nach ihrem Vorteil ändern, sind nicht mehr als Elemente des politischen Lebens seiner Zeit.
Hersteller
- Autor
- Henrik Ibsen
- Verleger
- Dodoni
- Ursprünglicher Titel
- Norma oder Die Liebe eines Politikers
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 44
- Veröffentlichungsdatum
- 11/2020
- Veröffentlichungsdatum
- 2020
- Auszeichnung
- -
- Abmessungen
- 12x17 cm
- Künstlerische Strömung
- Modernismus
- Alben
- Nein
- Themen
- Kino, Musik, Kunsttheorie & Kunstgeschichte
- ISBN-13
- 9789605583033
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