Das Kalziumcarbonat ist die am häufigsten verwendete Calciumverbindung zur Bindung von Phosphor. Bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung ist Phosphor die häufigste Ursache für eine Verschlechterung der Erkrankung. Daher ist ein Ziel der therapeutischen Herangehensweise, die Aufnahme von Phosphor zu reduzieren, entweder durch Ernährung mit niedrigem Phosphorgehalt oder durch Substanzen, die Phosphor im Magen-Darm-Trakt binden.
Es wird im Verdauungstrakt aufgespalten, und die entstehenden Calciumionen binden den in der Nahrung enthaltenen Phosphor und bilden unlösliches und nicht resorbierbares Calciumphosphat. Damit wird die Phosphoraufnahme reduziert. Studien an Hunden und Menschen zeigen, dass die Reduktion der Phosphoraufnahme einer der Faktoren ist, die zur Verlängerung der Überlebenszeit bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung beitragen.