Im ersten von neun Teilen, die Über Gut und Böse bilden, prangert Nietzsche die Vorurteile der Philosophen an. Das wichtigste davon ist der Glaube an den absoluten Wert der Wahrheit: „Was ist es, das in uns nach 'Wahrheit' strebt?“, fragt der Autor.
Warum haben die Philosophen das Unwahre, das Unsichere, das Falsche nicht untersucht? Warum messen sie nur der Ehrlichkeit, der Uneigennützigkeit, der Realität Wert bei und verachten die Lüge, den Egoismus und die Scheinbarkeit? Das liegt daran, dass die Forschungen der Philosophen vollständig von den moralischen Ideen geleitet werden, zu denen sie gelangen wollen. So sind die Normen, von denen sie glauben, dass sie sie aus der universalen Logik ableiten, nichts anderes als Spiegelungen ihrer persönlichen Instinkte und der Hierarchie, der sie gehorchen.
Nietzsche kritisiert auch die Art und Weise, wie Menschen bestimmte Begriffe verwenden, wie die von Ursache, Gesetz, Freiheit, Notwendigkeit, Ende/Zweck: Es ist falsch zu glauben, dass uns diese Begriffe erlauben, die Phänomene zu erklären, da sie nichts anderes als Produkte der Vorstellungskraft sind, die dazu bestimmt sind, sie zu benennen.
Der zweite Teil ist dem freien Geist gewidmet. Nicht dem freien Denker, der davon träumt, das 'Glück der Herde für die ganze Welt' zu verwirklichen, sondern dem Philosophen der Zukunft, der erkannt hat, dass nur der 'Wille zur Macht', jenseits jeder moralischen Bewertung, der Menschheit erlaubt, sich zu entwickeln und voranzukommen.
Hersteller
Produktdetails
- Verleger
- Panoptikon
- Untertitel
- Auftakt zu einer Philosophie der Zukunft
- Ursprünglicher Titel
- Originaltitel
- Sprache
- Griechisch
- ISBN-13
- 9789609470032
Ausgabe
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 341
- Abmessungen
- 14x21 cm
- Veröffentlichungsdatum
- 4/2010
- Veröffentlichungsdatum
- 2010
Inhalt
- Lesestufe
- Klassische Texte
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