Seelenlandschaften und Mythen der Stadt. Die Führung durch das Land von Kampanellis ähnelt einer Odyssee mit 41 Stationen, geleitet von dem mythischen Helden des zeitlosen Hellenismus, der gedanklich mit dem Autor selbst von „Odysseus kehrte nach Hause“ (1952) bis hin zur „Letzten Handlung“ (1997) in die Tiefen und Höhen der menschlichen Seele und der Stadt, deren Wahrheiten und Lügen.
„Beim Studium dieser Texte nahm mich der Autor selbst an die Hand und wir gingen, durchliefen einen langen Weg vom ersten Werk bis zum letzten. Ich folgte ihm, ohne eine eigene Methodologie aufzuzwingen. Ich denke, dies ist die korrekteste und ehrlichste Taktik, die auch die meisten und zuverlässigsten Ergebnisse bringt, in dem Sinne, dass man so tiefer in die Eigenart eines komplexen Autors eindringt. Schließlich lassen die Welten, die man auf diesem Weg entdeckt, die Komplexität und Feinheit, die Kampanellis kennzeichnet, einen nicht los, wenn man nicht will, dass man willkürlich und undankbar eine von außen gegebene Methodologie aufzwingt.
Und weil ich so tief wie möglich in das Gesamtwerk eintauchen wollte, nicht in einen bestimmten Aspekt oder Problematik, ließ ich mich darauf ein, frei mit den Texten selbst zu dialogisieren. So wurde eine etwaige unpassende Systematik und bis zu einem gewissen Grad auch die Reduktion auf rein theoretische Kategorien vermieden. Komplexe Annäherungen solchen Umfangs haben zwangsläufig den persönlichen Stempel der Persönlichkeit des Forschers.
„Jakob Kampanellis ist mit keinem anderen Autor zu vergleichen, mit keinem Dramatiker, mit keinem griechischen Dramatiker. Denn er beginnt völlig anders. Anders im Sinne der geistigen Biografie und der erfahrungsbasierten Weltanschauung. Und am Anfang ist bereits das Ganze enthalten, wie weise Heidegger bemerkte.
Ich habe Kampanellis mit Chortatsis verglichen, der als der maßgebliche Dramatiker des 17. und 18. Jahrhunderts vorherrschte, ein absolutes und unübertroffenes dramaturgisches Modell im Bewusstsein der Zeit, ein Vergleich, der selbstverständlich symbolisch ist, denn die Unterschiede sind groß, und vielleicht könnte man noch einen weiteren, ebenso wagemutigen, wenn nicht sogar wagemutigeren hinzufügen: Wenn wir versuchen, innerhalb der griechischen Tradition einen anderen ausschließlich dramatischen Autor mit der Größe der Produktion von Kampanellis zu finden, kommen wir zurück zu Euripides und Sophokles, wobei die Verhältnisse selbstverständlich zu berücksichtigen sind, und wir den rein symbolischen oder auch „poetischen“ Charakter solcher Vergleiche im Hinterkopf haben.
Hersteller
- Autor
- Walter Puchner
- Verleger
- Ekdoseis Papazisi
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- Das theatralische Universum von Iakovos Campanellis
- Umschlag
- Gebundene Ausgabe
- Anzahl der Seiten
- 961
- Veröffentlichungsdatum
- 4/2010
- Veröffentlichungsdatum
- 2010
- Auszeichnung
- -
- Abmessungen
- 23x30 cm
- Künstlerische Strömung
- Modernismus
- Alben
- Ja
- Themen
- Kino, Theater, Theorie & Kunstgeschichte
- ISBN-13
- 9789600223965
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