In seinem neuen Buch dekonstruiert Meletis Meletopoulos den Ethnonihilismus, die Theorien zur Ethnogenese und den Versuch, die griechische Geschichte zu verzerren. Dabei beweist er, dass sich hinter ihnen Ideologien, Stereotypen und theoretische Verwirrung verbergen. Er beschreibt spezifische Beispiele von Universitätsprofessoren, Journalisten, Kritikern usw., auf die er mit starker Argumentation, wissenschaftlicher Strenge und ständiger Bezugnahme auf Quellen und internationale Literatur antwortet.
Anschließend analysiert er den Versuch, nicht existierende Minderheiten zu konstruieren, sowie den unbegründeten Antisemitismus in der griechischen Gesellschaft und entlarvt das Ideologem der Multikulturalität. Außerdem beschäftigt er sich mit dem Versuch einiger Universitätsprofessoren, die osmanische Herrschaft zu beschönigen, was unweigerlich zu einer Abflachung der Abwehrreaktionen gegenüber dem türkischen Expansionismus führt.
Ein wesentlicher Teil der Studie widmet sich einer umfassenden, auf internationaler Literatur basierenden Kritikanalyse des Annan-Plans sowie einer detaillierten, fundierten Darstellung des Problems der Namensgebung für Mazedonien. Im Kapitel über die Realität der griechisch-türkischen Beziehungen wird die makrohistorische Natur des jahrtausendealten griechisch-türkischen Streits präsentiert. Die Illusionen über den Beitritt der Türkei zur Europäischen Union sowie deren geopolitische und demografische Folgen werden mit Argumenten widerlegt, während die Chronik der Verletzungen des Vertrags von Lausanne von seiner Unterzeichnung im Jahr 1923 bis heute dargestellt wird.
Des Weiteren wird die Geschichte der türkischen Ansprüche und Pläne in Westthrakien sowie die damit verbundene türkische Propaganda im Internet detailliert vorgestellt, ebenso wie das ohnegleichen für einen europäischen Staat mittelalterliche Regime der Muftiat. Schließlich wird die berühmte Theorie von Panagiotis Kondylis über das Szenario eines griechisch-türkischen Konflikts präsentiert.
Der Autor folgt jedoch nicht der Logik der sogenannten Überpatrioten, die er einen provinziellen Nationalismus, drittweltliche Auffassungen, Ängste und Unsicherheiten, unheilbare Widersprüche, Unkenntnis des internationalen Umfelds und abenteuerliche Initiativen in nationalen Angelegenheiten zuschreibt.
Im letzten Kapitel wird die unauflösliche Beziehung zwischen Patriotismus und Demokratie hervorgehoben, die auf den Eid der alten athenischen Jugendlichen zurückgeht. Die Studie schließt mit einer Analyse des Begriffs des nationalen Bewusstseins ab.
Hersteller
- Autor
- Meletis Meletopoulos
- Verleger
- Ekdoseis Papazisi
- Anzahl der Seiten
- 227
- Veröffentlichungsdatum
- 6/2010
- Veröffentlichungsdatum
- 2010
- Abmessungen
- 14x21 cm
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Geopolitische Region
- Europa
- ISBN-13
- 9789600224191
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