Als der deutsche Psychiater Alois Alzheimer im Herbst 1901 die medizinische Betreuung von Frau Augusta Deter übernahm, die sich mit 51 Jahren über Gedächtnisverlust, Halluzinationen und Persönlichkeitsstörungen beschwerte, war es noch zu früh, um zu erkennen, dass sie vor den Symptomen einer neuartigen Krankheit stand, die er später als „eine charakteristisch schwere Erkrankung des Gehirnrinde“ beschreiben würde und die viele Jahre nach seinem Tod zu seinen Ehren als Alzheimer-Krankheit bezeichnet werden würde.
Es musste jedoch mindestens ein Jahrhundert vergehen, bevor die medizinische Gemeinschaft allmählich die Schwere und die besonderen Merkmale dieser Krankheit erkennen konnte, die mittlerweile die häufigste Ursache für Demenz darstellt. Bemerkenswert und besorgniserregend für Fachleute ist jedoch in den letzten Jahren sowohl die Unfähigkeit, eine wirksame Behandlung zu finden, als auch die besorgniserregend beschleunigte Häufigkeit des Auftretens weltweit: Alle drei Sekunden wird ein neuer Fall registriert, und gemäß den Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation erwarten wir bis 2050 eine Verdreifachung dieser Zahl.
Doch über die medizinischen Fragen hinaus, die eine Antwort suchen, wirft die Alzheimer-Krankheit auch Fragen der sozialen Sensibilität und des Interesses auf, da neben dem Patienten, der an Demenz leidet, das Familienmitglied steht, das die wirklich sensible und schmerzhafte Rolle der Pflege übernommen hat. Dieser Sammelband versucht daher, mit wissenschaftlich verantwortlichem Ansatz in die verschiedenen Aspekte des komplexen und multikausalen Problems der Alzheimer-Krankheit einzutauchen.
Er richtet sich in erster Linie an Ärzte, medizinische Studenten und Gesundheitsfachkräfte, interessiert aber gleichzeitig auch das breitere Publikum, da er neben der klinischen Dimension des Problems auch die entsprechende soziale Perspektive behandelt, mit dem Ziel, zur Aufklärung aller über die Möglichkeiten beizutragen, die in unserem Land, aber auch weltweit, für die Pflege von Patienten und deren Familien durch geeignete Dienstleistungsstrukturen geboten werden.
Schließlich betont er die hoffnungsvolle Perspektive auf die Findung einer endgültigen Therapie, die einerseits durch die innovative Forschung, die im Bereich der Diagnose und Prognose der Krankheit durchgeführt wird, und andererseits durch den neu auftauchenden Bereich der Präzisionsmedizin mit seinem disruptiven Ansatz zum Problem versprochen wird.
Hersteller
- Autoren
- Panagiotis M. Vlamos, Takis K. Vidalis, Panagiotis Alexopoulos, Dimitris Kapogiannis, CHristina Dalla, Magdalini Kosta - Tsolaki, Panagiota Zoi, Katerina Papanikolopoulou, Konstantina Karagiozi, Petrina Margaritidou, Eydokia Nikolaidou, Giannis Sotiropoulos, Nikolaos Mitropolitis Mesogaias kai Layreotikis, Paraskeyi Sakka, CHaris Alexopoulos, Aikaterini Antoniou, Achilleas Gravanis, Areti Eythymiou, Nikolaos Kokras, Maria Markaki, Katerina Siaµpani
- Verleger
- Panepistimiakes Ekdoseis Kritis
- Typ
- Medizin - Behandlungen, Logik
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 376
- Veröffentlichungsdatum
- 4/2021
- Veröffentlichungsdatum
- 2021
- Abmessungen
- 17x24 cm
- ISBN-13
- 9789605246105
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