Geschichtsbücher

The Byzantine Republic, Menschen und Macht im Neuen Rom

Autor: Anthony Kaldellis

Obwohl das Byzantinische Reich in der Geschichte als das Oströmische Reich bekannt ist, argumentieren die Gelehrten, dass diese griechische christliche Theokratie keine Ähnlichkeit mit Rom hatte. Hier...

Obwohl das Byzantinische Reich in der Geschichte als das Oströmische Reich bekannt ist, argumentieren die Gelehrten, dass diese griechische christliche Theokratie keine Ähnlichkeit mit Rom hatte. Hier verbindet Anthony Kaldellis in einem revolutionären Modell der byzantinischen Politik und Gesellschaft das Byzantinische Reich wieder mit seinen römischen...

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Obwohl das Byzantinische Reich in der Geschichte als das Oströmische Reich bekannt ist, argumentieren die Gelehrten, dass diese griechische christliche Theokratie keine Ähnlichkeit mit Rom hatte. Hier verbindet Anthony Kaldellis in einem revolutionären Modell der byzantinischen Politik und Gesellschaft das Byzantinische Reich wieder mit seinen römischen Wurzeln, indem er behauptet, dass das Oströmische Reich vom 5. bis zum 12. Jahrhundert n. Chr. im Wesentlichen eine Demokratie war, in der die Macht im Namen des Volkes und manchmal von diesem ausgeübt wurde. Die Byzantinische Republik stellt für die Geschichtsschreibung ein weniger autoritäres, volksnäheres Byzantinisches Reich wieder her, dessen griechischsprachige Bürger sich ebenso als Römer betrachteten wie ihre lateinischsprachigen "Vorfahren". Kaldellis zeigt, dass die Vorstellung vom Byzantinischen Reich als strikte kaiserliche Theokratie eine irreführende Konstruktion der westlichen Historiker der Aufklärungszeit ist. Mit ihren Proklamationen, die oft in christliche Rhetorik gekleidet waren, entstand der Begriff der göttlichen Herrschaft als eine Möglichkeit, die inhärente Verwundbarkeit jedes Regimes zu verbergen. Die Legitimität der Kaiser beruhte nicht auf einem absoluten Thronanspruch, sondern auf der Popularität der einzelnen Kaiser, welche trotz der Stabilität des kaiserlichen Instituts unsicher war. Kaldellis untersucht den verkannten byzantinischen Begriff des Staates sowie die komplexe Beziehung der Kaiser zum Gesetz und die Wege, wie sie ihre Popularität stärkten und Herausforderungen vermieden. Die Aufstände, die das Reich periodisch erschütterten, waren keine Anomalien, sondern ein notwendiger Teil der Funktionsweise der demokratischen Monarchie.

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Autor
Anthony Kaldellis
Verleger
Harvard University Press
Skroutz Buchpreise 2025
-
Tastaturen
Allgemeine Geschichte
Motiv
Byzanz, Römisches Reich, Historische Archive, Geschichte Europas
Sprache
Englisch
Untertitel
Menschen und Macht im Neuen Rom
Abdeckung
Hardcover
Anzahl der Seiten
312
Veröffentlichungsdatum
-
Veröffentlichungsdatum
2015
Abmessungen
15.6x23.5 cm
ISBN-13
9780674365407

Wichtige Informationen

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Obwohl das Byzantinische Reich in der Geschichte als das Oströmische Reich bekannt ist, argumentieren die Gelehrten, dass diese griechische christliche Theokratie keine Ähnlichkeit mit Rom hatte. Hier verbindet Anthony Kaldellis in einem revolutionären Modell der byzantinischen Politik und Gesellschaft das Byzantinische Reich wieder mit seinen römischen Wurzeln, indem er behauptet, dass das Oströmische Reich vom 5. bis zum 12. Jahrhundert n. Chr. im Wesentlichen eine Demokratie war, in der die Macht im Namen des Volkes und manchmal von diesem ausgeübt wurde. Die Byzantinische Republik stellt für die Geschichtsschreibung ein weniger autoritäres, volksnäheres Byzantinisches Reich wieder her, dessen griechischsprachige Bürger sich ebenso als Römer betrachteten wie ihre lateinischsprachigen "Vorfahren". Kaldellis zeigt, dass die Vorstellung vom Byzantinischen Reich als strikte kaiserliche Theokratie eine irreführende Konstruktion der westlichen Historiker der Aufklärungszeit ist. Mit ihren Proklamationen, die oft in christliche Rhetorik gekleidet waren, entstand der Begriff der göttlichen Herrschaft als eine Möglichkeit, die inhärente Verwundbarkeit jedes Regimes zu verbergen. Die Legitimität der Kaiser beruhte nicht auf einem absoluten Thronanspruch, sondern auf der Popularität der einzelnen Kaiser, welche trotz der Stabilität des kaiserlichen Instituts unsicher war. Kaldellis untersucht den verkannten byzantinischen Begriff des Staates sowie die komplexe Beziehung der Kaiser zum Gesetz und die Wege, wie sie ihre Popularität stärkten und Herausforderungen vermieden. Die Aufstände, die das Reich periodisch erschütterten, waren keine Anomalien, sondern ein notwendiger Teil der Funktionsweise der demokratischen Monarchie.

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Anthony Kaldellis
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Allgemeine Geschichte
Motiv
Byzanz, Römisches Reich, Historische Archive, Geschichte Europas
Sprache
Englisch
Untertitel
Menschen und Macht im Neuen Rom
Abdeckung
Hardcover
Anzahl der Seiten
312
Veröffentlichungsdatum
-
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2015
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15.6x23.5 cm
ISBN-13
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