Wenn wirklich „Ein Sommernachtstraum“ 1595-96 geschrieben und aufgeführt wurde, kurz nachdem „Roméo und Julia“ 1591-95, könnte es problemlos eine Art „Rache“ für die unerträgliche Dummheit zumindest der organisierten, „zivilisierten“ Subjekte des Gesetzes sein, die Menschen in den Städten entwickeln.
Die auf Logik basierende Kultur ist ein riesiges Blutbad. Nur die Liebe und die Fantasie sind wertvoll. Der Rest ist Tod und nur Tod, tot oder lebendig. Aber Shakespeare hätte es nicht bis dahin schaffen können, nein, nicht vor der Aufklärung und ihrem Höhepunkt im Blutbad des 20. Jahrhunderts.
Shakespeare floh zum Karneval, zum uralten Ritual der Befreiung der Wahrheit des im Kulturkampf gefangenen Säugetiers Menschen. Die verliebten und verstummten Liebenden sind eindeutig. Sie werden sich im Wald treffen und von dort fernab von den Gesetzen der Stadt weggehen.
Sozusagen, sie werden in den Bereich eintauchen, den der Karneval als Befreiung von der Logik definiert. Sie sind sich der Initiation, der sie unterzogen werden, nicht bewusst, müssen sie wie einen Traum erleben und schnell vergessen.
Dort, im Wald, wird die Romantik als radikale Ablehnung der Aufklärung geboren werden. Es werden zwei Jahrhunderte vergehen, bis die Romantik ihre ersten Schritte macht. In der Zwischenzeit ist „Ein Sommernachtstraum“ der Anfang der Selbstzerstörung einer Welt, die gerade erst aus der Vernunftwelt entstand.
Hersteller
- Autor
- William Shakespeare
- Verleger
- Bibliotheque
- Ursprünglicher Titel
- Ein Sommernachtstraum
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 130
- Veröffentlichungsdatum
- 1/2021
- Veröffentlichungsdatum
- 2021
- Auszeichnung
- -
- Abmessungen
- 15x18 cm
- Künstlerische Strömung
- Romantik, Modernismus, Surrealismus, Überrealismus
- Alben
- Ja
- Themen
- Theorie & Kunstgeschichte
- ISBN-13
- 9786185257903
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