Moskau, 2016. Ilya wird nach sieben langen Jahren aus dem Gefängnis entlassen und kehrt nach Hause zurück. Doch nichts ist mehr wie früher. Seine Mutter ist gerade gestorben, seine Freundin hat einen neuen Partner gefunden, und sein Kindheitsfreund begegnet ihm mit Misstrauen. Ilya, der sich ungerecht behandelt und enttäuscht fühlt, ertränkt seinen Kummer im Alkohol und beschließt irgendwann, getrieben von einem unkontrollierbaren Wahn, mit Petya, dem Rauschgiftfahnder, der ihn hinter Gitter gebracht hat, abzurechnen.
Und tatsächlich begeht er eine extreme Tat. Unmittelbar danach nimmt er das Mobiltelefon des Polizisten und taucht mit dem Gerät nun in seinem Besitz in seine Vergangenheit ein. Und als er beginnt, besorgte Nachrichten von Petyas Angehörigen, darunter der schwangeren Nina, zu erhalten, zögert Ilya nicht, an seiner Stelle zu antworten.
Allmählich nimmt er eine fremde Identität an und dringt in das Leben des Mannes ein, an dem er Rache nehmen wollte. Dmitry Glukhovsky, der das moderne Russland auf erschreckende Weise seziert, verwebt die Schicksale zweier junger Männer, die auf ihre eigene Weise schuldig sind.