1. Auflage: Oktober 2021
Die Autoren des Bandes: Ioannis Vartopoulos, Chrysi Giannoulaki, Orestis Giotakos, Vasiliki Giotsidi, Vasilis Dimopoulos, Petros Kefalas, Iakovos Kleopas, Konstantinos Kokkalis, Maria Kountza, Ioanna Koudeni, Venetianos Maureas, Marina Skourtelis, Nikos Stefanis, Stelios Stylianidis, Georgios Tzefe rako s, Stelios Farsaliotis.
In der heutigen Zeit der Entmenschlichung, des digitalen Lebens und der Schrumpfung sozialer Bindungen zeigt sich die Identität der Psychiatrie durch eine bedeutende epistemologische Fluidität und Zerbrechlichkeit. Diese Zerbrechlichkeit betrifft nicht die ontologische Existenz psychischer Störungen, sondern bezieht sich wesentlich auf die vereinfachenden therapeutischen Antworten auf die bio-psycho-soziale Komplexität der betroffenen Person, die vom Reduktionismus des biomedizinischen Modells dominiert werden.
Die Ausübung der psychiatrischen Praxis, die streng durch evidenzbasierte Kenntnisse und therapeutische Protokolle erfolgt, entfremdet oft vollständig den klinischen Psychiater und klinischen Psychologen von der Erfahrung des Anderen, von der phänomenologischen Substanz des therapeutischen Treffens selbst. Das ausschließliche Engagement für die Diagnose mithilfe von Kriterien, das die modernen inflationären Diagnosesysteme kennzeichnet, führt zur Abwesenheit von Interesse an der subjektiven Erfahrung der Patienten durch Verständnis, ein wertvolles Element in therapeutischen und rehabilitativen Bemühungen, mit dem Risiko, eine Psychiatrie ohne Seele zu schaffen.
Dieses Handbuch zielt darauf ab, die psychiatrische therapeutische Praxis durch einen psychoanalytisch-psychodynamischen Ansatz, das Erleben und das Verständnis der Psychopathologie, das Treffen mit dem leidenden Subjekt in all seinen Dimensionen, in einen ständigen Austausch mit dem Kontext der Therapie und Pflege zurückzustellen.
Die Offenheit dieses Werks für einen modernen interdisziplinären Dialog ermöglicht eine bessere wissenschaftliche Rahmung dieser intuitiven Transaktionen, die in der Psychoanalyse auf die beiden grundlegenden Konzepte der Übertragung und Gegenübertragung zurückgehen und sich in der Phänomenologie als der verstehende Akt zeigen, mit dem die Übertragung des einen Ich in das Gebiet des Anderen angestrebt wird.
Eine moderne, humanistisch orientierte Sozialpsychiatrie benötigt auch eine subjektive klinische Theorie. Die moderne Psychoanalyse zeichnet sich durch einen großen theoretischen Pluralismus und eine Vielzahl theoretischer und klinischer Ansätze aus. Dennoch müssen wir in unseren Suchen den Geist eines Aphorismus von Dante anerkennen, der besagt, dass „es dieselbe Freude gibt, Wissen zu haben und an diesem Wissen zu zweifeln, es in Frage zu stellen“.
Hersteller
- Verleger
- Topos
- Sprache
- Griechisch
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 944
- Veröffentlichungsdatum
- 10/2021
- Veröffentlichungsdatum
- 2021
- Abmessungen
- 17x24 cm
- ISBN-13
- 9789604993772
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