Der Sam Berger war allein. Es war Nacht.
Er spürte die sommerliche Hitze, die die Ziegel auf seinem Rücken heiß gehalten hatten, während er einen Blick hinter die Ecke warf. Über den Heckenzaun konnte er in der Entfernung das Nachbarhaus sehen. Einsam, auf einem Hügel, hinter einer Baumgruppe – dunkler als die Nacht selbst. Es war die hellste Jahreszeit. Die Nacht dauerte nicht länger als ein oder zwei Stunden. Aber die Nacht war genau das, was er brauchte. Er brauchte die Dunkelheit. Denn im Dunkeln lag die Wahrheit. Berger atmete tief durch und machte sich auf den Weg. Er ging gebeugt durch das Loch, das er im Heckenzaun entdeckt hatte, und setzte seinen Aufstieg zum Hügel fort. Als er sich den Baumgruppen näherte, zog er die Pistole aus dem Holster auf seiner Schulter. Diese Juninacht war ungewöhnlich still; alle Geräusche, die er hörte, waren seine eigenen. In der Einsamkeit gab es nur den unbestreitbaren Duft einer Sommernacht.
Vorsichtig durchquerte er die Baumgruppe, prüfte die Umgebung auf Sicherheitskameras, aber er sah nichts. Es gab schließlich nichts zu sehen. Die Nacht deckte alles ab. Aber er konnte die Taschenlampe noch nicht herausnehmen und einschalten. Noch nicht. Trotz der Schwierigkeiten schaffte er es, sich geräuschlos dem Gebäude zu nähern. Er konnte nicht erkennen, welche Farbe es hatte, geschweige denn, aus welchem Material es bestand. Er hielt einen Moment inne, spürte den kalten Griff der Pistole auf seiner Brust, die Wärme der Wand hinter ihm. Sein Atem wurde normal. Zumindest soweit das noch als normal bezeichnet werden konnte. Ein Blick hinter die Ecke. Gerade noch konnte er eine Kellertreppe erkennen, die zu einer Tür unterhalb des Bodens zu führen schien.