„Er wurde ermordet.“
„Wissen Sie, wer ihn ermordet hat?“
„Natürlich, Madame.“
„Wer?“
„Der Herr De Saint-Alar.“
Die ältere Frau schüttelte den Kopf.
„Sie irren sich. Der Herr De Saint-Alar könnte niemals ein solches Verbrechen begehen.“
„Ich habe die Beweise in der Hand.“
„Ich bitte Sie erneut, mir alles zu erzählen.“
Diesmal gehorchte ich, indem ich jeden Schritt schilderte, der mich zur Wahrheit führte. Sie hörte aufmerksam zu. Am Ende nickte sie.
„Ja, ja, alles stimmt, was Sie sagen, außer einer Sache. Es war nicht der Herr De Saint-Alar, der meinen Sohn getötet hat. Es war ich, seine Mutter.“
Ich sah sie intensiv an. Sie nickte weiterhin leise.
„Es war gut, dass ich Sie gerufen habe. Es ist göttliche Vorsehung, dass Virginie mir gesagt hat, was sie getan hatte, bevor sie ins Kloster ging. Hören Sie, Herr Poirot! Mein Sohn war ein böser Mensch. Er hasste die Kirche. Das Leben, das er führte, war voller tödlicher Sünden. Er verurteilte andere Seelen, neben seiner eigenen. Aber es gab noch etwas Schlimmeres. Eines Morgens, als ich aus meinem Zimmer kam, hier in diesem Haus, sah ich meine Schwiegertochter auf der Treppe stehen. Sie las einen Brief. Ich sah meinen Sohn sich leise von hinten nähern. Ein plötzlicher Stoß, und sie fiel, schlug ihren Kopf auf die Marmorstufen. Als sie hochgehoben wurde, war sie tot.“