Die liturgische Zeit ist zirkulär – sie ist eine rituelle Wiederholung – was jedoch einen asketischen Kampf und eine persönliche mystische Intensität erfordert, die zu einem unendlichen Fortschritt führt, „ἀρχὴν ἐξ ἀρχῆς μεταλαμβάνουσα“. Die christliche Zeit, wie sie wirklich erlebt wird, könnte durch eine Aufwärtsbewegung dargestellt werden, die, obwohl sie sich ihrem Ende nähert, sich ins Unendliche ausdehnt, um, gleich einer Kugel, das gesamte Universum zu umfassen.
Dieser Weg zur Begegnung mit „dem nahenden Gott“ ist eine Ekstase, die jedoch mit ihrem Schwung die Zeit, den Raum, die gesamte Welt umarmt, um sie in den Tiefen des menschlichen Herzens zu vereinen. Dort begegnet man, auf kosmologischer Ebene, der universellen Dimension des Gebets für den „ganzen Adam“, wie der heilige Sophronius in seinen Schriften unermüdlich betont.
Diese Erfahrung ist jedoch kein Privileg der höchsten mystischen Zustände, sondern ist die der „ἐν Χριστῷ ζωῆς“, die alle Gläubigen innerhalb der liturgischen Tradition der Kirche leben. Ziel dieser Studie ist es, zu zeigen, dass die Zeit der Großen Fastenzeit auf besondere Weise den mystagogischen Charakter der liturgischen Zeit offenbart.
Als Modifikation der antiken Vorbereitung der Katechumenen auf die österliche Einweihung werden wir sehen, dass alle Elemente der Großen Fastenzeit – sowohl auf hymnologischer als auch auf struktureller Ebene – von diesem mystagogischen und theanthropischen Siegel geprägt sind.
Hersteller
- Verleger
- Indiktos
- Motiv
- Heilige Liturgie, Theologie & Dogma
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 712
- Sprache
- Griechisch
- Veröffentlichungsdatum
- 6/2021
- Veröffentlichungsdatum
- 2021
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Taschenformat
- Nein
- ISBN-13
- 9789605184919
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