Alles beginnt mit einem kleinen Poster, das an einer Eiche befestigt ist. „Der Zirkus der Wunder von Jasper Jupiter!“ ruft jemand. „Was ist das?“ „Das beeindruckendste Spektakel der Welt!“ Alle drängen nach vorne, um zu sehen, schnalzen skeptisch mit der Zunge und rufen. Eine Frau schreit: „Hör auf, deine Sachen zu sammeln!“ Aus einem leeren Raum zwischen den Achseln kann Nell einen kleinen Teil des Posters sehen. Die Farben singen, dominierend ist ein kräftiges Rot, und ringsherum gibt es einen goldenen Rand. Sie sieht das Bild einer Frau mit Bart, die eine rote ärmellose Jacke trägt und rote Flügel an ihren Stiefeln befestigt hat. „Stella die Nachtigall, behaart wie ein Bär!“ Nell beugt sich näher heran, um das ganze Poster zu sehen, und liest die kalligraphisch geschriebenen Worte. „Mini, das berühmte Riesenmonster“, ein riesiges graues Wesen mit langem Schnauz, „Brünette, die walisische Riesin. Das kleinste Museum der Welt für Kuriositäten“ – eine Skizze mit einem weißen Krokodil in einem Glasbehälter, das Hemd eines Schlangen.
Oben auf dem Poster, dreimal größer als alle anderen Bilder der Tiere und Artisten des Zirkus, thront das Gesicht eines Mannes. Er hat einen sehr gezwirbelten Schnurrbart und hält einen Stock, der wie ein Blitz aussieht. „Jasper Jupiter“, liest man, „Showman, präsentiert eine atemberaubende Truppe lebender Kuriositäten“. „Was bedeutet lebende Kuriositäten?“ fragt sie ihren Bruder. Er antwortet nicht. Während er dort steht, vergisst sie die endlosen Stunden, die sie jeden Tag damit verbringt, in Bündeln Veilchen und Narzissen zu schneiden und zu binden, die unzähligen Stiche der Bienen, die ihre Hände anschwellen lassen, die Frühlingssonne, die ihre Haut brät, bis sie verbrannt aussieht. Die Bewunderung entflammt ihr Herz. Der Zirkus kommt hierher, in ihr kleines Dorf. Er wird das riesige Zelt auf den vom Meersalz weiß gewordenen Feldern hinter ihrem Haus aufstellen, den Himmel mit Spritzern aus herrlichen Farben bemalen, und darin werden Akrobaten auftreten, die Messerkunststücke vorführen, exotische Tiere, und Mädchen, die stolz durch die Straßen schreiten, als wären sie ihre eigenen.