Die Carnegie-Stiftung für Internationalen Frieden gründete nach dem Zweiten Weltkrieg ihr europäisches Zentrum mit dem Ziel, spezifische lokale und regionale Konflikte in Europa zu studieren. In diese Reihe von Studien wurde auch eine Untersuchung des Konflikts in Zypern und seiner vielfältigen Aspekte und Manifestationen in den Jahren 1946-1959 integriert.
Es handelt sich um den ersten zyprischen Konflikt, der Großbritannien mit den griechisch-zyprischen Antragstellern konfrontierte, die die Vereinigung der Insel mit Griechenland forderten, von Beginn der antikolonialen Bewegung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs und bis zu den Vereinbarungen von Zürich und London im Jahr 1959, mit denen man annahm, dass die Zypernfrage gelöst wurde.
Das Werk wurde dem französischen Wissenschaftler François Crouzet anvertraut, der absolut kompetent und zudem "neutral" war, also Staatsbürger eines Landes, das nicht direkt in den Konflikt verwickelt war. Crouzet beabsichtigt nicht, eine Studie über die Zypernfrage als ausschließlich internationalpolitisches Problem zu schreiben, in dem die Machtpolitiken verschiedener, großer und kleiner Mächte miteinander verwoben und in Konflikt geraten. Er versucht etwas grundlegend anderes.
Er strebt an, die Analyse der Zypernfrage in der sozialen und historischen Realität der Insel zu verankern und das nachkriegszeitliche politische Problem im Zusammenhang mit der Gesamtbewertung sowohl der britischen Verwaltung und ihrer Handhabungen als auch des ethnischen Pluralismus zu betrachten, der die Gesellschaft der Insel prägt und die Lösung kompliziert. Er versucht auch, die "Ursprünge des Streits" zu identifizieren, indem er diese Analyse seiner detaillierten historischen Rückschau voranstellt.
Er integriert in sein Werk eine enorme Dokumentation, die aus gedruckten Quellen stammt, die erst in den letzten Jahren zugänglich wurden, aus der Presse (britisch, griechisch, griechisch-zyprisch und türkisch) und aus Interviews (denen der Autor zentrale Bedeutung beimisst).
Die titanische Aufgabe, das multinationale Team zu leiten, das bei der Forschung half, das reiche, aber heterogene und ungleiche Material zu zähmen und schließlich seine eindrucksvolle Studie zusammenzustellen, während er versucht, die Standpunkte aller Beteiligten zu verstehen, hat der Autor mit Bravour gemeistert. Es ist erwähnenswert, dass der Übersetzer des Buches, Aristoteles Frydas (ehemaliger Botschafter, 1922-2010), in den Jahren des zyprischen Befreiungskampfes als junger Konsul von Griechenland in Zypern gedient hat.
Hersteller
- Autor
- François Crouzet
- Verleger
- Morfotiko Idryma Ethnikis Trapezis
- Ursprünglicher Titel
- Der Konflikt von Zypern
- Untertitel
- Band B
- Anzahl der Seiten
- 558
- Veröffentlichungsdatum
- 7/2011
- Veröffentlichungsdatum
- 2011
- Abmessungen
- 18x25 cm
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Leder
- Geopolitische Region
- Griechenland & Zypern, Europa
- ISBN-13
- 9789602504604
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