Es ist paradox, wie wenig die Menschen heute bereit sind zu tun für das, was sie sagen, dass sie sich sehr wünschen. Sie haben nicht aufgehört zu erklären, dass sie die Liebe kennenlernen möchten. Wenn man ihnen genauer zuhört, wird man verstehen, was sie wirklich meinen: Sie meinen, dass ein Gefühl von irgendwoher kommen soll, das sie mit Wohlwollen, mit Zuwendung, mit Streicheleinheiten umgibt, welches das Ego so empfinden wird, als ob es ihm schon lange geschuldet wäre.
Sie erwarten, geliebt zu werden, wie sie erwarten, die Eigenschaften eines nützlichen Gegenstandes zu nutzen, der ihrem Haushalt hinzugefügt wird. Daher kommt auch die Verwirrung zwischen „ich mag es“ und „ich liebe es“. An diesem Punkt beginnt ein Verfall, der alle Gefühle, Gedanken und Entscheidungen untergräbt.
Die Kräfte der Trägheit möchten die Liebe und den Wunsch nach Liebe töten, um den Menschen nicht zu erinnern, dass das Leben bereit ist, Neues zu gebären, wenn sie es wollen, und um hinter sich auch einige Werke zu hinterlassen. Unfähig, etwas anderes zu begehren, möchte die Menschheit den Tod umarmen.
Sie kann gewaltsam durch Zerstörung zur Selbsttötung gelangen. Sie kann jedoch auch ruhig und träge dem gleichen Ziel entgegensteuern, durch kleine Vergnügungen. Was könnte ein so ehrloses Ende verhindern?
Hersteller
- Autor
- Vasilis Karapostolis
- Verleger
- Patakis
- Typ
- Geisteswissenschaften, Politikwissenschaften, Soziologie
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 320
- Veröffentlichungsdatum
- 5/2022
- Veröffentlichungsdatum
- 2022
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9789601680415
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